Wasserflöhe als Reittiere
29. Juli 2010 15:34 Drucken
Im Wasser lebende Bakterien lassen sich von Wasserflöhen in Regionen transportieren, in die sie aus eigener Kraft nicht gelangen könnten. Auf dem Rücken der Flöhe wechseln sie zwischen verschiedenen Wasserschichten. Das belegen Versuche mit drei unterschiedlichen Bakterienarten aus dem Brandenburger Stechlinsee.
Wasserfloh Daphnia magna, Foto: IGB /Forschungsverbund Berlin
Forscher des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben die so genannte “Förderband-Hypothese” bewiesen, indem sie die Bakterien mit einem grün fluoreszierenden Protein markierten. Sowohl im Labor als auch im Freiland im Nehmitzsee in Brandenburg wurden die Gewässerbakterien dann in obere oder untere Wasserschichten ausgesetzt. Anschließend beobachteten die Forscher, dass Bakterien sich aktiv durch das Aufspringen auf Wasserflöhe transportieren ließen. Täglich sollen so bis zu einem Prozent der Einzeller die Wasserschicht wechseln.
Je nach Bakteriengemeinschaft ließen sich Tag- und Nachtwanderungen voneinander unterscheiden. Ihre Reisen bieten den Einzellern einige Abwechslung: Nahe der Wasseroberfläche finden sie erhöhte Konzentrationen von Sauerstoff und organischem Material, während in der Tiefe mehr anorganische Nährstoffe warten. Der erhöhte Austausch von Bakterien auf lange Distanz habe weitreichende ökologische wie evolutionäre Konsequenzen, so die Forscher.
Grafik: IGB

Forschung: Hans-Peter Grossart, aClaudia Dziallas, Franziska Leunert, Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei; Kam W. Tang, Virginia Institute of Marine Science, Veröffentlichung in PNAS, Vol. 107: 26, S. 11959–11964
WWW:
Im Volltext: Artikel in PNAS
IGB, Abteilung Limnologie Geschichteter Seen


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Was für ein wahnsinnig schlechter Artikel…
Auch wenn die besagte Theorie nachgewiesen wurde, ist der Arrtikel ansich doch sehr wenig aussagekräftig…
Was für ein wahnsinnig schlechter Kommentar.
Inhaltslose Kritik.
Ich find den Artikel gut.