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Archiv für: Juni, 2010

Angeknabberte Dinosaurierknochen

Foto zeigt dunkelbeigefarbenen Knochen, darin zwei unterbrochene, paarweise verlaufende Furchen

Schon vor 75 Millionen Jahren verstanden sich kleine Säuger auf die effiziente Nutzung von Ressourcen. Das zeigen Nagespuren, die amerikanische Forscher an Knochen von Dinosauriern und anderen großen Tieren entdeckt haben. Die Spuren stammen wahrscheinlich von eichhörnchengroßen Säugetieren, die es auf die Mineralien in der Knochensubstanz abgesehen hatten.

Eisiges Schattenspiel

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Jenseits des Neptun ziehen neben dem Pluto unzählige weitere eisige Objekte um die Sonne. Den Schattenwurf eines dieser Brocken hat eine internationale Astronomengruppe nun erstmals beobachten können. Rund 6,1 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt, ist das Objekt demnach etwa 280 Kilometer groß und hat eine verblüffend jugendliche Oberfläche.

Weniger Regenwald, mehr Malaria

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Wo der Regenwald abgeholzt wird, verschwinden unzählige Tier- und Pflanzenarten. Die Malaria wird dagegen häufiger, haben amerikanische Forscher anhand von Daten aus Brasilien zeigen können. Geht die Regenwaldfläche um vier Prozent zurück, steigt die Zahl der Malariaerkrankungen demnach um beinahe 50 Prozent.

Blutzuckerhormon verstellt den Geschmackssinn

Foto zeigt Reihen grellbunt gefärbter Marzipaneier

Wenn der Magen knurrt, schmeckt zuckerhaltige Kost besonders gut. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um ein psychologisches Phänomen, lassen Experimente amerikanischer Mediziner vermuten. Ein Hormon, das bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel ausgeschüttet wird, erhöht demnach die Empfindlichkeit der Zunge für süß schmeckende Verbindungen.

Stimmlicher Kraft-Ausdruck

Nahaufnahme eines Männermundes, Dreitagebart, Nasenspitze

Menschen können andere erstaunlich gut anhand der Stimme einschätzen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische und rumänische Psychologen nach einer Studie mit mehr als 300 Testpersonen von verschiedenen Kontinenten. Zumindest männliche Stimmen erlauben demnach eine Einstufung der Muskelkraft des Sprechers – auch dann, wenn der Hörer das Gesagte gar nicht versteht.

Bazillen spornen Abwehrzellen an

Bacillus-Sporen

Der Kontakt mit Bakterien schon in einer frühen Lebensphase kann die Entwicklung des Immunsystems fördern. Wie genau dieser Effekt zustande kommt, haben amerikanische Forscherinnen am Beispiel des Kaninchens untersucht. Ausgerechnet die hartnäckigen Sporen von Bazillen können demnach sehr “pauschal” an B-Zellen der Tiere binden und so ihre Reifung vorantreiben.

Kapsel von Asteroidensonde geborgen

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Die Probenkapsel der Asteroidensonde Hayabusa hat den feurigen Weg durch die Erdatmosphäre offenbar gut überstanden. Das meldet die japanische Raumfahrtagentur JAXA. Die Kapsel war bereits gegen Mitternacht Ortszeit in der südaustralischen Wüste lokalisiert worden und konnte einige Stunden später in anscheinend intaktem Zustand geborgen werden.

Ungeahntes Haargespür

Foto zeigt junge Frau mit langem braunem Haar vor einem Bildschirm, zahlreichen wissenschaftlichen Postern

Ob Haare “seidig” fallen oder doch eher “strohig” abstehen, hängt vor allem von ihrer Oberfläche ab. Bayreuther Chemiker haben eine raffinierte Methode entwickelt, um diesen Zusammenhang im Detail zu erforschen. Sie tasten ein Haar mit einem winzigen Haarstückchen ab und messen im mikroskopischen Maßstab die dabei wirkenden Kräfte.

Adoptierte Kometen

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Nicht wenige Kometen, die als Schweifstern am Nachthimmel erscheinen, stammen ursprünglich von anderen Sternen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Astronomengruppe nach umfangreichen Modellrechnungen. Viele, wenn nicht gar die meisten Objekte in den Außenbezirken des Sonnensystems hat die Sonne demnach von Sternen übernommen, die zeitgleich mit ihr in einer Gaswolke entstanden sind.

Erfolgreicher Test für Plastik-Antikörper

Eingefärbte EM-Aufnahme zeigt orangefarbene, helle, dicht an dicht liegende Kügelchen auf dunklem Untergrund

Aus Kunststoff hergestellte “Antikörper” können vielleicht einmal gegen Vergiftungen oder schwere allergische Reaktionen eingesetzt werden. Entsprechende Resultate liefern Versuche, die amerikanische und japanische Forscher an Mäusen durchgeführt haben. Einige Tiere überstanden eine normalerweise tödliche Dosis Bienengift, wenn ihnen gleichzeitig passgenaue künstliche Antikörper injiziert wurden.



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