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Archiv für: Juni, 2010

Peruanischer Leviathan

Grafik zeigt großen Wal mit sehr kräftigen Zähnen, an der Meeresoberfläche einen kleineren Bartenwal packend

Heutige Pottwale fallen vor allem durch ihren kantigen Kopf auf, an dem ein vergleichsweise zierlicher Unterkiefer hängt. Ganz anders dagegen die urzeitliche Verwandtschaft, berichtet eine internationale Forschergruppe im Magazin “Nature”. Ein in Peru entdecktes Fossil gehört zu einer neuen Pottwalart, die man getrost als Schrecken der Meere bezeichnen könnte.

DNA lässt Bakterien ausschwärmen

Fluoreszenz-Mikroskopaufnahme zeigt dichtes Gewimmel roter Zellen, zwischen ihnen einige gelb-grüne bzw. bläuliche Punkte

Sterbende Bakterien dienen ihren Nachkommen als mahnendes Beispiel, vermuten amerikanische Mikrobiologen. Aus toten Bakterienzellen freigesetzte Erbgutstränge bewirken demnach, dass sich bewegliche Tochterzellen nicht gleich vor Ort niederlassen, sondern anderswo ihr Glück suchen.

Seehunde gebären früher

seehunde-sandbank

Die Seehunde im Wattenmeer bringen ihre Jungen heute fast vier Wochen früher zur Welt als in den 70er-Jahren. Das haben niederländische Zoologen anhand der Daten von Luftbeobachtungen ermittelt. Einen möglichen Grund sehen sie ausgerechnet in der starken Befischung der Nordsee.

Koffein feuert Muskeln an

Foto zeigt Sprinterinnen im Zieleinlauf

Koffein kann Sportlern zu mehr Kraft verhelfen, vermuten englische Forscher nach Versuchen an Mäusen. In sehr hoher Dosis wirkt das Aufputschmittel demnach nicht nur indirekt über das Nervensystem, sondern auch direkt auf das Muskelgewebe ein.

Aromatische Sammelfallen für Licht

Fossiles Wandelndes Blatt

Pflanzen können Licht besonders gut nutzen, indem sie es mit einer großen Zahl von Blattgrünmolekülen regelrecht einfangen und bündeln. Ein verblüffend einfaches Gegenstück zu einer solchen Lichtsammelfalle haben japanische Chemiker hergestellt. Es besteht aus einem Netz von Kohlenwasserstoffringen, die Lichtenergie schnell und effizient an eingelagerte Farbstoffmoleküle weiterleiten.

Keine Nachtschicht bei Hummeln

Foto zeigt zwei Hummeln mit dichtem, schwarz-gelbem Pelz, je ein winziges schimmerndes Kästchen auf dem Rücken

Selbst wenn es ausreichend hell ist, sind Hummeln nicht 24 Stunden am Tag aktiv. Das haben zwei Londoner Biologen bei Versuchen in der skandinavischen Mitternachtssonne beobachtet. Offenbar haben die sonst so emsigen Insekten zwischenzeitlich Besseres zu tun als Nahrung zu sammeln – beispielsweise schlafen oder die Brut warm halten.

Parasiten: Durchblick geht ins Auge

moderlieschen

Fische zahlen einen hohen Preis für den ungetrübten Blick auf die Welt, haben kanadische Forscher entdeckt. Bedingt durch die schwache Immunreaktion im Auge, kann sich eine breite Palette parasitischer Wurmlarven in der Linse von Süßwasserfischen einnisten.

Kühle Zwerge

braunezwerge-wise

Die Entdeckung von gleich 14 kühlen “Beinahe-Sternen” vermelden amerikanische Astronomen. Der Fund gelang ihnen bei der Analyse von Daten des Weltraumteleskops Spitzer und spricht für die Annahme, dass solche Braunen Zwerge im All sehr häufig sind.

Mehr Licht

Grünlich fluoreszierende Zellrümpfe, darüber eine violette Nervenzelle mit stämmigem Zellkörper und langen, dünnen Ausläufern

Menschen mit einem Gendefekt, der sie allmählich erblinden lässt, könnten vielleicht von einem mikrobiellen “Ersatzteil” profitieren. Schweizer Forschern ist es gelungen, Mäusen mit einer solchen Erkrankung zu neuer Lichtempfindlichkeit zu verhelfen. Dazu verabreichten sie den Nagern ein Gen, das die Bauanleitung für ein lichtempfindliches Protein eines Halobakteriums enthält.

Kühles Klima, kurzer Schnabel

Foto zeigt einen Riesentukan mit schwarzem Gefieder, weißer Kehle und gelb-orangerotem Schnabel, der fast so lang ist wie der Rumpf des Tieres

Wie einem Vogel der Schnabel wächst, hängt nicht allein von seiner bevorzugten Nahrung ab. Entsprechende Resultate haben zwei kanadische und australische Zoologen bei der Analyse der Schnabelgrößen verschiedener Vogelarten erhalten. In kühleren Regionen heimische Vögel haben demnach tendenziell kleinere Schnäbel – vermutlich, weil sie so besser mit ihrer Körperwärme haushalten können.



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