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Archiv für: Mai, 2010

Reis festigt Mörtel

Foto zeigt bogenförmige Tordurchgänge in einer mächtigen alten Mauer, teils mit Grün bewachsen

Mörtel wird fester, wenn man ihn mit etwas Reis anrührt. Das belegt eine systematische Untersuchung chinesischer Forscher. Indem die im Reis enthaltene Stärke das Wachstum der Kalkkristalle beeinflusst, härtet Kalkmörtel zu einer besonders stabilen und witterungsbeständigen Masse aus.

Gefieder verrät Kinderstube

Foto zeigt junge Kohlmeise, an den Beinen von menschlichen Fingern gehalten

Wie prächtig geschmückt Kohlmeisen daherkommen, ist auch eine Frage der Kinderstube. Das haben deutsche Forscher und Kollegen aus der Schweiz und Spanien ermittelt. Zwar wird die Farbintensität des gelben Brustgefieders überwiegend von der Zusammensetzung des Futters bestimmt. Sein Glanz hängt dagegen davon ab, mit wie vielen Küken sich ein Vogel das Nest teilen musste.

Parasitische Pflanze übernimmt Wirtsgen

Foto zeigt Gräser, dazwischen eine kleine Pflanze mit fliederfarbenen, bilateralsymmetrischen Blüten

Schmarotzer können von ihren Wirten mehr als nur Nährstoffe übernehmen. Neue Belege für diese Ansicht haben japanische Forscher gefunden. Im Erbgut des Hexenkrauts, das an Reis, Hirsen und anderen Gräsern parasitiert, fanden sie ein Gen, das mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Zellkern eines dieser Wirte stammt.

Dicke Lippe nach hundert Jahren

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Die Evolution benötigt manchmal nur wenige Jahrzehnte, um neue Arten entstehen zu lassen. Wie schnell der Prozess abläuft, haben Evolutionsbiologen jetzt an Buntbarschen in Nicaragua beobachten können. In nur hundert Generationen in derselben Zahl an Jahren entwickelten die Fische ausgeprägt dicke Lippen bei einer gleichzeitig schlankeren Kopfform.

Astronomen finden galaktische Sternwiegen

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Zahlreiche Brutstätten neuer Sterne haben amerikanische Astronomen in der Milchstraße entdeckt. Indem sie Archivdaten mit eigenen Beobachtungen kombinierten, fanden sie auf einen Schlag mehrere Hundert Wolken aus Wasserstoff, der durch die energiereiche Strahlung neugeborener Sterne zum Glimmen gebracht wird.

Früher Düsenflitzer

Grafik zeigt Kopffüßer mit 2 Tentakeln, spindelförmigem Rumpf mit Flossenflügeln und großem Trichter in grünlichem Wasser

Das Rätsel um ein gut 500 Millionen Jahre altes Fossil glauben kanadische Forscher gelöst zu haben. Bislang nur in Form eines einzigen Exemplars bekannt, dürfte es sich bei dem seltsamen Tier um einen kleinen Urahn von Kraken und Kalmaren handeln. Deutlichstes Indiz ist der typische Trichter, der Kopffüßern eine Fortbewegung per Düsenantrieb ermöglicht.

Antilopen lügen für Sex

Foto zeigt Antilope mit kurzen, gebogenen Hörnern und dunklem Fell, auf einer kleinen Erhebung in einer weiten Graslandschaft

Antilopenmännchen setzen auf Lug und Betrug, um sich zusätzliche Paarungsgelegenheiten zu verschaffen. Ein amerikanisch-britisches Forscherduo hat beobachtet, dass Topiböcke mitunter völlig grundlos Warnlaute von sich geben, um brünstige Weibchen vom Verlassen ihres Reviers abzuhalten.

Kurzmeldungen am Dienstag, 25.5.2010

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Bonner Forscher haben ein chemisches Thermometer für längst ausgestorbene Tiere entwickelt. Altersdiabetes gibt es auch bei Tauben. Fledermäuse setzen ihre Rufe nicht nur zur Echoortung, sondern auch zur Kommunikation mit Artgenossen ein. Und: Heute vor 168 Jahren.

Junge Diabetiker häufig mit Viren infiziert

Foto eines männlichen Bauchs vom Rippenbogen bis zum Bauchnabel, halbtransparent eingezeichnet die Lage von Bauchspeicheldrüse und Gallenblase

Zumindest einige Fälle von Autoimmundiabetes könnten durch Virusinfektionen ausgelöst werden. Neue Indizien für einen solchen Mechanismus haben italienische Forscher im Rahmen einer kleinen Studie mit 112 jungen Patienten gefunden. Von diesen wiesen 83 Prozent zum Zeitpunkt der Diabetesdiagnose Zeichen einer Infektion mit Enteroviren auf. In einer gleichaltrigen Kontrollgruppe lag der Anteil dagegen nur bei 7 Prozent.

Kinderstube von Ur-Haien entdeckt

Foto zeigt etwa vier Zentimeter hohen Haizahn mit gesägtem Rand und brauner Basis auf dunklem Erdreich, daneben zum Größenvergleich eine Einschlaglupe

Auch die größten Haie aller Zeiten haben klein angefangen. Eine regelrechte Kinderstube der riesenhaften Räuber glauben amerikanische Forscher in Panama entdeckt zu haben. In rund 10 Millionen Jahre altem Sedimentgestein stießen sie auf Zähne junger Megalodons, die möglicherweise an einer Mangrovenküste Schutz vor älteren Artgenossen fanden.



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