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Archiv für: Februar, 2010

Der Klang der Stille

Nahaufnahme einer menschlichen Ohrmuschel mit ihren Windungen und 'Querstreben'

Auch die Stille hat einen ganz besonderen Klang. Und das nicht nur im übertragenen Sinne, legen Experimente amerikanischer Neurowissenschaftler nahe. Zwischen Innenohr und Großhirn scheint es demnach eine eigene Nervenbahn zu geben, auf der Information über das Aussetzen von Geräuschen weitergeleitet wird.

Neue Karte der galaktischen Nachbarschaft

gaskarte

Der Raum zwischen den Sternen ist nicht völlig leer, sondern von einem mehr oder weniger dichten Gas erfüllt. Die bislang genaueste Karte dieses interstellaren Materials haben amerikanische und französische Forscher erstellt. Berechnet auf Basis mehrerer Hundert Einzelbeobachtungen, zeigt sie die galaktische Umgebung der Sonne als 500 Lichtjahre große Blase dünnen Gases, die von einem Ringwall aus dichterem, kühlen Gas umgeben ist.

Hefe heizt Blüten

Foto zeigt strauchartige Pflanze, tief gefiederte Blätter, hellgrüne Hoch- und Kelchblätter, im Schnee

Nicht selten sind die Blüten einer Pflanze wärmer als die Umgebung. Im Falle der Stinkenden Nieswurz scheinen einzellige Mitbewohner für dieses Phänomen verantwortlich zu sein, haben spanische Biologen beobachtet. Indem sich Hefepilze über den zuckerhaltigen Nektar hermachen, erhitzt ihr Stoffwechsel die Blüten um bis zu sieben Grad Celsius.

Männermangel bei Moas

Gemälde zeigt zwei sehr große, straußenähnliche Vögel auf einer Lichtung inmitten üppigen Pflanzenbewuchses, darin zwei Menschen, die Blasrohre auf die Vögel richten

Bei den Moas, den ausgestorbenen Riesenvögeln Neuseelands, hatten die Weibchen das Sagen. Diese Ansicht bekräftigen Analysen von Fossilien-DNA, die neuseeländische und australische Forscher durchgeführt haben. Auf einen männlichen Moa kamen demnach gut fünf Weibchen, die zudem deutlich kräftiger gebaut waren.

Älteste Tierfährten entdeckt

Foto zeigt Zentimetermaß auf dunkel-/hellgrau geschecktem Gestein, darin eine lange, leicht gewundene flache Rille

Die ältesten Fährten von Tieren haben englische und kanadische Forscher möglicherweise entdeckt. In 565 Millionen Jahre altem Gestein fanden die Geowissenschaftler fingerbreite Rillen, die von urtümlichen Pendants der Seeanemone stammen könnten.

Wie Blutgefäße entspannen

Eingefärbte Aufnahme der Herzkranzgefäße, Netz dunkler, dünner und dicker Linien vor tiefrotem Hintergrund

Wenn das Blut durch die Adern rauscht, bewirkt es eine Entspannung der Gefäßwand. Ein wichtiges Glied in der zugehörigen Signalkette haben amerikanische Mediziner identifiziert. Die mechanische Belastung führt demnach zur Deaktivierung eines Enzyms, das die Aktivität gleich mehrerer Gene kontrolliert.

Neue Karte zeigt gescheckten Pluto

plutokarte

Passend zum Geburtstag des Pluto-Entdeckers Clyde Tombaugh, haben amerikanische Astronomen die bislang detailreichste Karte des fernen Zwergplaneten veröffentlicht. Das Produkt jahrelanger Rechenarbeit zeigt Pluto als weiß, orange und dunkelbraun gescheckte Welt. Deren Oberfläche erfährt, ungeachtet der großen Entfernung von der Sonne, deutliche jahreszeitliche Veränderungen.

Schmetterlinge auf der Überholspur

Foto zeigt Distelfalter, dunkle Flügel mit hellbraunen und weißen Flecken, auf einem fliederfarbenen Blütenstand, hellblauer Himmel

Ähnlich Zugvögeln, pendeln auch viele Insekten zwischen Sommer- und Winterquartieren. Trotz ihrer geringen Größe sind sie dem Wind dabei nicht hilflos ausgeliefert – im Gegenteil, belegen Radarbeobachtungen englischer Forscher. Schmetterlinge verstehen es demnach, den Wind optimal auszunutzen, und kommen daher schneller voran als so mancher Vogel.

Galaktische Kern-Fusion

doppelquasar

Im Universum sollte es einst relativ häufig zu Verschmelzungen von Galaxien gekommen sein. Ein erstes umfassendes Bild einer solchen Fusion liefern nun Beobachtungen amerikanischer Astronomen. Die hellen Kerne des von ihnen studierten Galaxienpaars umkreisen sich im Abstand von weniger als einem Milchstraßendurchmesser, während die zugehörigen Galaxien von langen Gasströmen gezeichnet sind.

Ultraschall-Visite bei Pflanzen

Fossiles Wandelndes Blatt

An ihren Schwingungen lässt sich ablesen, ob es einer Pflanze gut geht oder nicht. Entsprechende Versuche haben spanische Forscher angestellt. Werden Blätter mit Ultraschall mechanisch angeregt, erlauben ihre bevorzugten Schwingungsfrequenzen Rückschlüsse über Wassergehalt, Gewebedichte und andere Faktoren.



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