Scienceticker Astro Scienceticker Umwelt
Archiv für: Januar, 2010

Neue Arten aus dem Nebelwald

nebelwald-raei1

Auf tropischen Berggipfeln harrt eine enorme biologische Vielfalt der Entdeckung. Den Beleg liefert eine Expedition in die Nebelwälder Ecuadors. Zu ihrer reichen Ausbeute zählen eine Schlangenart und nicht weniger als 30 Froscharten, die der Wissenschaft bislang unbekannt waren.

Fische für Pharmaka

Foto zeigt beinahe vollständig transparente Fischlarve mit dunklen Augen und Magen

Schlafen und Wachen werden bei Mensch und Fisch sehr ähnlich reguliert. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach Versuchen mit wahren Schwärmen winziger Fischlarven. Eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die beim Menschen beispielsweise aktivierend oder dämpfend wirken, zeitigte bei den Tieren vergleichbare Effekte.

Zugvögel gehen Räubern aus dem Weg

Foto zeigt zwei Küken als flauschige, braun gescheckte Federbälle zwischen spärlicher Vegetation

Wenn Zugvögel alljährlich die strapaziöse Reise in den hohen Norden antreten, gehen sie damit auch Fressfeinden aus dem Weg. Entsprechende Resultate hat ein mehrjähriges Experiment kanadischer Forscher erbracht. Mit der geografischen Breite sinkt demnach das Risiko, dass ein Vogelnest von einem Räuber ausgenommen wird.

Männerhormone reagieren auf Fruchtbarkeit

männliches Gesicht

Männer haben durchaus eine Nase dafür, wann eine Frau fruchtbar ist. Für diese Ansicht sprechen Experimente zweier amerikanischer Psychologen. Bei jenen Teilnehmern, die an Kleidung fruchtbarer Frauen geschnuppert hatten, stellten sie einen besonders robusten Testosteronspiegel fest.

“Kitt” hilft beim Lernen

Mikroskopaufnahme zeigt bräunlich angefärbte Nervenzellen mit dreieckigem Zellkörper und langen Ausläufern in grünlicher Matrix

Lernen und Erinnern sind keine Sache allein der Nervenzellen. Neue Belege für diese Ansicht präsentieren englische und französische Neurowissenschaftler im Magazin “Nature”. Ein im Gehirn häufiger und vermeintlich stummer Zelltyp beeinflusst demnach, wie gut Signale von einer Nervenzelle auf eine andere überspringen.

Der Fingerabdruck eines Exoplaneten

spektrum-hr8799

Planeten bei sonnenähnlichen Sternen sind für Astronomen besonders interessant. Der erste direkte Blick in die Gashülle einer solchen Welt ist einer kanadisch-deutschen Forschergruppe gelungen. Ihre Beobachtungen zeigen, dass die Vorstellungen über planetarische Atmosphären überdacht werden müssen.

Wenn sich das Erbgut neu sortiert

Grafik zeigt bunten Chromosomensatz

Umweltveränderungen können Bewegung in das Erbgut bringen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, haben englische Forscherinnen beobachtet. Setzten sie Zellkulturen Nährstoffmangel aus, wechselten viele Chromosomen ihre Position im Zellkern.

Grille bestäubt Orchidee

Foto zeigt hellbraune Grille mit kräftigen Springerschenkeln und mehr als körperlangen Antennen

Wenn es um die Fortpflanzung geht, setzen Pflanzen häufig auf tierische Helfer. Einen verblüffenden Fall einer solchen Beziehung haben französische und englische Forscher auf der Insel Réunion im Indischen Ozean entdeckt. Bei der Videoüberwachung einer dort wachsenden Orchidee fanden sie, dass die Pflanze von einer nachtaktiven Grille bestäubt wird.

Ein Mal um die Welt und zurück

Foto zeigt segelnde weißgraue Seeschwalbe mit ausgebreiteten Flügeln von unten, blauer Himmel mit einigen Wolkenfetzen

Selbst ausgesprochene Vielflieger können es schwerlich mit Küstenseeschwalben aufnehmen. Einer grönländisch-europäischen Forschergruppe ist es erstmals gelungen, den Zug der Vögel kontinuierlich zu verfolgen. Demnach bewältigen die Tiere jährlich eine Strecke von bis zu 80.000 Kilometern – entsprechend dem doppelten Umfang der Erde.

Calcium manipuliert die Zunge

Foto zeigt Silbertablett, darauf drapiert von Knoblauchzehen über Hefeextrakt hin zu Käse und Foie Gras eine Reihe von Lebensmitteln mit Kokumi-Wirkung

Calcium spielt beim Schmecken eine bislang unterschätzte Rolle. Für diese Ansicht sprechen Untersuchungen japanischer Forscher. Zahlreiche Substanzen ohne Eigengeschmack verstärken demnach den Geschmack anderer Stoffe, indem sie ein calciumbindendes Protein auf der Zunge aktivieren.



Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes
Real Time Web Analytics