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Archiv für: Dezember, 2009

Ein Krater aus der Traumzeit

bolide

Legenden und Mythen ranken sich nicht selten um wahre Begebenheiten. So etwa im Falle einer alten Erzählung australischer Ureinwohner. Darin enthaltene Ortsbeschreibungen haben eine Gruppe von Astronomen und Geophysikern zu einem bislang unbekannten Einschlagkrater geführt.

Filter-Musik hilft gegen Tinnitus

Nahaufnahme einer menschlichen Ohrmuschel mit ihren Windungen und 'Querstreben'

Menschen mit Tinnitus können auf relativ einfache Weise lernen, ihre Ohrgeräusche nicht mehr wahrzunehmen. Das haben Münsteraner Forscher im Rahmen einer kleinen Pilotstudie ermittelt. Ihre Probanden hörten regelmäßig Musik, aus der die Frequenz “ihres” Ohrklingelns herausgefiltert worden war. Im Laufe der Zeit nahm die Intensität des Tinnitus deutlich ab.

Desinfektionsmittel können Bakterien abhärten

Wer Desinfektionsmittel allzu sorglos einsetzt, riskiert die Entstehung von Antibiotikaresistenzen. Dieser Verdacht wird durch Experimente irischer Mikrobiologen erhärtet. Indem Bakterien schädliche Substanzen verstärkt aus ihren Zellen pumpten, wurden sie auch weniger empfindlich gegenüber einem gängigen Antibiotikum.

Erster Einzelmolekül-Transistor

Grafik zeigt schmaler werdende Goldelektroden, zwei Einschubvergrößerungen den Spalt zwischen ihnen und ein Schema eines eingespannten Dithiobenzolmoleküls

Erst Transistoren ermöglichen es elektronischen Chips, mit Bits zu hantieren und schwache Signale zu verstärken. Südkoreanische und amerikanische Forscher haben nun den ersten Transistor hergestellt, dessen Herzstück ein einzelnes organisches Molekül ist. Eingespannt zwischen zwei winzigen Goldelektroden, lässt sich die elektrische Leitfähigkeit des Moleküls gezielt variieren.

Schimpansen begreifen Feuer

Portraitfoto eines Schimpansen

Wilde Schimpansen können einen verblüffend entspannten Umgang mit Feuer erlernen. Diesen Schluss zieht eine amerikanische Anthropologin aus Beobachtungen im Senegal. Bei zwei Gelegenheiten konnte sie miterleben, wie eine Schimpansengruppe auf ein Buschfeuer nicht etwa mit Panik reagierte, sondern dem Brand ruhig und vorausschauend aus dem Weg ging.

Bienen landen mit Bedacht

Foto zeigt Honigbienen, mit Pollen dicht bepackt, vor dem Einflugloch ihres Stocks

Anders als halsbrecherische Stubenfliegen, gehen Honigbienen bei der Landung mit ausgesuchter Sorgfalt vor. Das haben australische und schwedische Forscher beobachtet. Die pelzigen Brummer bremsen kurz vor der Oberfläche ab und tasten sich dann im wahrsten Sinne des Wortes mit Beinen und Fühlern an das Ziel heran. Erst dann erfolgt das eigentliche Aufsetzen.

Stern mit zwei Braunen Zwergen entdeckt

braunezwerge

Auf eine ungewöhnliche Gruppe großer Himmelskörper ist eine polnisch-amerikanische Astronomengruppe gestoßen. Bei einem förmlich aufgeblähten Stern in der galaktischen Nachbarschaft der Sonne fanden sie gleich zwei Begleiter, die zu massereich sind, um noch als Planeten zu gelten.

Dinosaurier mit giftigem Biss?

Foto zeigt dunkelbraunen, fossilen Schädel mit säbelförmigen, gefurchten Zähnen in hellerem Gestein

Einige Dinosaurier haben ihre Beute vielleicht mit Gift kampfunfähig gemacht. Zu diesem Schluss kommen chinesische und amerikanische Forscher nach der erneuten Untersuchung von in China entdeckten Raubsauriern. Der Schädel der Tiere weist den “Abdruck” einer mutmaßlichen Giftdrüse sowie lange Furchen auf, durch die das Drüsensekret bis an die Zahnspitzen gelangt sein könnte.

Immunzellen quetschen sich durch

Mikroskopaufnahme zeigt Dendritische Zellen als rot fluoreszierende Kügelchen zwischen grün fluoreszierenden Gefäßen, schwarzer Hintergrund

Wenn alarmierte Abwehrzellen zu den Lymphknoten eilen, geht es vergleichsweise hemdsärmelig zu. Martinsrieder Forscher haben entdeckt, dass die Zellen nicht etwa auf biochemische Kniffe setzen, um sich den Weg in die Lymphgefäße zu bahnen. Stattdessen quetschen sie sich mit Nachdruck durch feine Öffnungen in der Gefäßwand.

Neue Hirnzellen bei guten Müttern

Nahaufnahme einer Ratte mit braungrauem Fell, dunklen Knopfaugen, Tasthaaren

Mütterliche Fürsorge ist eine Kopfsache, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Amerikanische Forscher haben entdeckt, dass jungfräulichen Ratten verstärkt neue Gehirnzellen bilden, sobald sie sich aufopferungsvoll um den Nachwuchs von Artgenossinnen kümmern.



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