Die kleinsten Bremer Stadtmusikanten
Mittwoch, 23. September 2009, 14:45 • Rubrik Physik, Technik.
Wer die kleinsten Bremer Stadtmusikanten betrachten will, braucht ein Mikroskop. Bremer Physikern ist es gelungen, eine lediglich 80 Mikrometer große Skulptur des tierischen Quartetts herzustellen. Der Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde wird angestrebt.
Bild: Nanoscribe/BIAS
Mit bloßem Auge ist die Skulptur gerade noch als Körnchen zu erkennen. Geformt wurde sie weder mit Hammer und Meißel noch in einer Gussform. Forscher vom Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) nutzten vielmehr stark fokussierte Laserpulse, um einen lichtempfindlichen Lack stellenweise zum Aushärten zu bringen. Schicht für Schicht entstanden so Esel, Hund, Katze und Hahn.
Die Miniatur-Bildhauerei habe einen ernsthaften Hintergrund, betont das Institut an der Universität Bremen. In diesem Falle habe sie als Prüfstein für ein Lithografiesystem gedient, mit dem Optik-Bauelemente im Maßstab einiger Nanometer (Millionstel Millimeter) hergestellt werden sollen.
Forschung: Ralf B. Bergmann, BIAS – Bremer Institut für angewandte Strahltechnik, und Fachbereich Physik, Elektro- und Informationstechnik der Universität Bremen; Nanoscribe GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen
WWW:
Bremer Institut für angewandte Strahltechnik
3D Laser-Lithografie, Nanoscribe
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