Tischgenossen beeinflussen Portionsgröße
Donnerstag, 6. August 2009, 16:08 • Rubrik Ernährung, Psychologie, Vermischtes.
Wie viel man isst, hängt auch von den Tischgenossen ab. Das gilt zumindest für Frauen, haben kanadische Psychologinnen in den Cafeterien ihrer Universität beobachtet. Weibliche Gäste hatten umso weniger Kalorien auf dem Teller, je mehr männliche mit am Tisch saßen.
“Heute bitte die doppelte Portion, ich bin allein da!” Foto: zoomzoom /Stockxpert
Eigentlich sei das Resultat keine Überraschung, erklärt Meredith Young von der McMaster University in Hamilton. Immerhin würden in Werbung und Magazinen sehr schlanke Modelle als Ideal dargestellt. “Daher könnten Frauen bewusst oder unbewusst kleinere Portionen wählen, um attraktiver zu erscheinen”, so die Forscherin.
Young und Kolleginnen schauten insgesamt 469 Männern und Frauen, die in 198 Gruppen zu Tisch saßen, auf die Teller. Wie sie im Fachblatt “Appetite” berichten, hatte die Gruppengröße keinen Einfluss auf den Energiegehalt der Portionen. Sobald nur ein Mann in der Gruppe war, sank der Wert bei den Frauen allerdings schlagartig, und mit jedem zusätzlichen Mann ging er weiter zurück. Den Männern wiederum schien es völlig egal zu sein, mit wem sie aßen.
Forschung: Meredith E. Young und Margo Wilson, Department of Psychology, Neuroscience and Behaviour, McMaster University, Hamilton, Ontario; und andere
Veröffentlichung Appetite, DOI 10.1016/j.appet.2009.07.021
WWW:
Meredith Young, McMaster University
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