Sport bringt Frauen (noch) mehr
Donnerstag, 30. Juli 2009, 13:40 • Rubrik Gesundheit, Medizin, Sport.
Sport hilft bekanntlich, die Blutfette und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Zaum zu halten. Bei Frauen gelingt das besonders gut, lässt eine Langzeitstudie amerikanischer Mediziner vermuten. Eine leichte Steigerung der körperlichen Aktivität führte bei den Teilnehmerinnen zu einer deutlicheren Verbesserung der Blutfettwerte als bei ihren männlichen Pendants.
Der Grund für das unterschiedlich gute Ansprechen des Stoffwechsels liege wahrscheinlich im Hormonhaushalt, schreiben die Forscher um Keri Monda von der University of North Carolina im “Journal of Lipid Research”. Bei früheren Studien zur Wirkung von sportlicher Betätigung seien die Teilnehmerzahlen meist zu klein gewesen, um einen geschlechtsspezifischen Effekt nachzuweisen.
Monda und Kollegen analysierten die Daten von knapp 8.800 Männern und Frauen, die an einer großangelegten Studie zur Entwicklung des Atheroskleroserisikos teilnahmen. Zu Studienbeginn zwischen 45 und 64 Jahre alt und gesund, waren die Teilnehmer über einen Zeitraum von zwölf Jahren regelmäßig untersucht und zu ihren Lebensgewohnheiten befragt worden.
Schon ein geringes Maß zusätzlicher Bewegung – entsprechend etwa einer halben Stunde mäßig intensiven Sports pro Woche – wirkte sich günstig auf die Blutfettwerte aus, fanden die Forscher. Während bei Männern der Spiegel des “guten” HDL-Cholesterins stieg und der Triglyzeridspiegel sank, zeigte sich bei Frauen zusätzlich ein klarer Effekt beim “schlechten” LDL-Cholesterin.
Forschung: Keri L. Monda und Kari E. North, Department of Epidemiology und Carolina Center for Genome Sciences, University of North Carolina, Chapel Hill; Christine M. Ballantyne, Baylor College of Medicine und Methodist DeBakey Heart Center, Houston
Veröffentlichung Journal of Lipid Research, Vol. 50, August 2009, pp 1685-91, DOI 10.1194/jlr.P900029-JLR200
WWW:
Atherosclerosis Risk in Communities Study
Blutfette
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