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Das Geheimnis eines Erfolges

Freitag, 8. Mai 2009, 16:04 • Rubrik Ernährung, Gesundheit, Medizin.

Farbverstärktes Angiogramm zeigt das fein verästelte Netz der HerzkranzgefäßeVerengte Herzkranzgefäße sind eine der häufigsten Todesursachen in den westlichen Ländern. Wie leicht sich das Risiko reduzieren lässt, belegt eine Studie isländischer und schottischer Mediziner. Der auf Island beobachtete Einbruch der durch die Koronare Herzkrankheit bedingten Sterblichkeit erklärt sich vor allem dadurch, dass die Insulaner besser auf ihre Ernährung achten, ihren Blutdruck im Zaum halten und weniger rauchen.

Bild: NIH-National Heart, Lung and Blood Institute

“Unsere Resultate belegen den großen Wert einer umfassenden Strategie gegen den Tabakkonsum und für eine gesündere Ernährung”, erklärt Thor Aspelund von der Icelandic Heart Foundation und der Universität Reykjavík. Der Statistiker und seine Kollegen präsentieren ihre Resultate Ende Mai auf einer Fachtagung in Stockholm.

Noch zu Beginn der 80er-Jahre forderte die Koronare Herzkrankheit jährlich fast 260 Todesfälle je 100.000 Einwohnern Islands. Bis zum Jahr 2006 sank die Mortalitätsrate auf etwa 90 Fälle pro Jahr und 100.000 Einwohner. Um mehr über die Hintergründe zu erfahren, fütterten Aspelund und Kollegen ein Rechenmodell mit Daten über das isländische Gesundheitssystem und den Lebenswandel der Isländer sowie mit Risikoschätzungen aus verschiedenen Studien.

Allein der deutlich reduzierte Cholesterinspiegel kann 36 Prozent des beobachteten Rückgangs erklären, fanden die Forscher. Weitere 26 Prozent lassen sich auf gesunkene Blutdruckwerte und nochmals 20 Prozent auf einen geringeren Zigarettenkonsum zurückführen. Lediglich 5 Prozent des Rückgangs könnten durch stärkere körperliche Aktivität bedingt sein, der Rest dürfte in einer besseren medizinischen Versorgung begründet liegen. Negativ wirkten sich dagegen die gestiegene Häufigkeit von Diabetes und Übergewicht aus.

Dank der positiven Entwicklung hat Island in den letzten Jahren mit Deutschland gleichgezogen. Hierzulande geht schätzungsweise jeder zehnte Todesfall letztlich auf die Koronare Herzkrankheit zurück.

Forschung: Thor Aspelund und Vilmundur Guðnason, Icelandic Heart Association, Kopavogur, und Departments of Mathematics und Medicine, University of Iceland, Reykjavík; Simon Capewell, Division of Public Health, University of Liverpool; und andere

Präsentation auf dem Kongress Europrevent2009, Stockholm

WWW:
Icelandic Heart Foundation
Koronare Herzkrankheit
European Health for All Database, WHO

Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Koronare Herzkrankheit weitgehend vermeidbar
Neuer Marker für Koronare Herzkrankheit



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