Die kleinste Glühlampe
7. Mai 2009 15:41 Drucken
Die wohl kleinste Glühlampe haben amerikanische Physiker hergestellt. Als Glühfaden fungiert ein nur etwa 100 Atome dünnes Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Trotz der winzigen Abmessungen weist das Lichtspektrum der Lampe erstaunliche Ähnlichkeiten zu dem großer Pendants auf.
Grafik: UCLA
“Wir glauben, dass dieses System eingehende Untersuchungen lohnt”, erläutert Chris Regan von der University of California, Los Angeles. Aufgrund ihrer geringen Dimensionen liege die winzige Lichtquelle zwischen klassischer Thermodynamik und Quantenmechanik – zwei Bereichen der Physik, die typischerweise an Systemen aus sehr vielen bzw. sehr wenigen Teilchen studiert würden.
Regan und seine Arbeitsgruppe verwenden für ihre Glühlampe ein mehrwandiges Kohlenstoff-Nanoröhrchen – in seiner Struktur einer Rolle Hühnerdraht nicht unähnlich – mit einem Durchmesser von lediglich 13 Nanometern und einer Länge von rund 1.400 Nanometern. Wird elektrischer Strom durch das Nanoröhrchen geleitet, beginnt es zu glühen. Der winzige Lichtpunkt ist mit bloßem Auge erkennbar.
Forschung: Yuwei Fan, Scott B. Singer und B. Chris Regan, Department of Physics and Astronomy, University of California, und California Nanosystems Institute, Los Angeles
Veröffentlichung Physical Review Letters, Vol. 102, Artikel 187402, DOI 10.1103/PhysRevLett.102.187402
WWW:
California Nanosystems Institute, University of California
Glühlampe
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