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Archiv für: April, 2009

Nachahmer erzwingen Farbe

Foto zeigt Insekt mit schmalen, transparenten Flügeln, kurzen Fühlern und schwarz-gelb gestreiftem, spitz zulaufendem Hinterleib

Viele giftige oder wehrhafte Tiere warnen potenzielle Fressfeinde mit auffälligen Farben, die sie schon von weitem erkennbar machen. Der Grund dafür sind Trittbrettfahrer, lassen Computersimulationen britischer und kanadischer Forscher vermuten. Wenn sich eine ungenießbare Art von genießbaren Nachahmern abheben will, bleibt ihr mitunter nur der Weg in die optische Offensive.

Eine Flechte für den Präsident

Foto zeigt die neue Flechte als erdfarbene Kruste mit orangefarbenen Flecken

Kaum im Amt, ist Barack Obama bereits durch die Namenspatenschaft für eine neue Spezies geehrt worden. Ein kalifornischer Wissenschaftler hat eine neu entdeckte Flechtenart nach dem im Januar vereidigten US-Präsidenten benannt.

Wie Sterne Diamanten ausbrüten

naoj-diamanten

In der Umgebung einiger Sterne scheint es vor mikroskopisch kleinen Diamanten nur so zu wimmeln. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen haben Heidelberger Forscher gefunden. Die Miniatur-Edelsteine könnten regelrecht ausgebrütet werden, wenn Ruß in der heißen Umgebung eines Sterns mit Elektronen bombardiert wird.

Ameisen sind zielstrebige Gärtner

Blüten und Früchte sind eine kostspielige Angelegenheit. Das scheint auch eine baumbewohnende Ameisenart in Südamerika zu “wissen”. Experimente einer amerikanischen Biologin belegen, dass die Ameisen zusätzlichen Wohnraum gewinnen, indem sie die Blüten ihrer Wirtspflanze zerstören.

Wilde Mitbewohner schützen Soja

Foto zeigt grüne Sojapflanzen, eingeschoben eine Makroaufnahme von Blattläusen mit hellen spindelförmigen Körpern, dünnen Beinchen und dunklen Augen

Bei Sojapflanzen ist die Anfälligkeit gegenüber Schädlingen auch eine Frage der Mitbewohner. Ein amerikanisches Forschertrio hat entdeckt, dass die Pflanzen je nach Art ihrer Knöllchenbakterien unterschiedlich stark von Blattläusen befallen werden. Ausgerechnet ein kommerziell eingesetzter Bakterienstamm scheint die Anfälligkeit zu erhöhen.

Junger Separatist in der Ostsee

Foto zeigt zwei grüne Tangbüschel, eines mit kürzeren und schmaleren Lappen als das andere

Neue Arten können unter Umständen sehr rasch entstehen. Das demonstrieren genetische Studien, die schwedische Forscherinnen an einer kürzlich entdeckten Tangart in der Ostsee durchgeführt haben. Dieser Neuling dürfte sich erst vor wenigen Hundert Jahren von seiner Elternart, dem wohlbekannten Blasentang, abgespalten haben.

Vulkanische Jets

Foto zeigt Vulkankrater, aus dem ein dichter, turbulenter Aschestrom aufsteigt

Vulkane haben einiges mit Düsentriebwerken gemein, zeigen Messungen amerikanischer und ecuadorianischer Geowissenschaftler. Am Beispiel zweier Vulkane konnten sie verfolgen, wie das Ausstoßen eines heißen Gas- und Aschestroms von einem extrem tieffrequenten Dröhnen begleitet wurde.

Mit allen Sinnen

Tasten und Sehen sind keine vollständig getrennten Wahrnehmungskanäle, belegt ein Experiment amerikanischer und französischer Forscher. Hatten die Teilnehmer eine Bewegung ertastet, schien es ihnen, als bewege sich ein stillstehendes Linienmuster auf einem Bildschirm in die entgegengesetzte Richtung. Umgekehrt schlug eine gesehene Bewegung auf den Tastsinn durch.

Mehr Metalle, mehr Planeten

exoplanet

Ob ein Stern von Planeten begleitet wird, hängt auch von den Bedingungen in seiner kosmischen Wiege ab. Für diese Ansicht sprechen Beobachtungen nord- und südamerikanischer Astronomen. Die von ihnen studierten Sterne dürften von Geburt an reichlich schwere Elemente enthalten haben.

Prähistorische Allesfresser

Foto zeigt Rekonstruktion eines Höhlenbärs, großes Tier mit relativ langem, schlankem Schädel, langer Schnauze, graubraunes Fell

Der Speiseplan eiszeitlicher Bären war vielleicht abwechslungsreicher als häufig angenommen. Zu diesem Schluss kommen spanische Forscher nach dem Vergleich zweier ausgestorbener Bärenarten mit heutigen Verwandten. Gemessen am Bau des Schädels, könnten der große Höhlenbär und der nicht minder imposante Kurznasenbär ihr Auskommen als Allesfresser gefunden haben.



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