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Archiv für: April, 2009

Pfropfen mobilisiert Gene

Foto zeigt kleinen Baum mit glatter Rinde, der dicht neben einem großen mit gefurchter Rinde wächst und mit diesem stellenweise verwachsen ist

Auch ohne Sex kann es zwischen höheren Pflanzen zum Genaustausch kommen. Diese Vermutung belegen Versuchsresultate, die zwei Golmer Forscher im Magazin “Science” vorstellen. Schon beim Pfropfen, einer im Pflanzenbau gängigen Veredlungstechnik, kann demnach Chloroplasten-DNA des einen Partners in die Zellen des anderen gelangen – und das verblüffend häufig.

Bilder am laufenden Band

Grafik zeigt Apfel, der von einer Kugel durchschlagen wird, als Abfolge dreier Bilder

Die mit Abstand schnellste Kamera haben amerikanische Forscher entwickelt. Das neuartige Gerät schafft mehr als sechs Millionen Bilder pro Sekunde und ist damit gut zweihunderttausend Mal schneller als handelsübliche Digitalkameras. Gleichzeitig kann es wenige Tausendstelmillimeter große Strukturen auflösen – und das mit einem einzigen Bildpunkt.

Ein Wörterbuch im Kopf?

Foto zeigt gleißend helle Neonröhren, die das Wort Neon bilden, auf einer dunklen Wand

Die Allgegenwart von Schrift bewirkt möglicherweise eine erstaunliche Spezialisierung im Gehirn, lassen Versuche amerikanischer Forscher vermuten. Demnach könnte es in der Großhirnrinde Nervenzellen geben, die jeweils auf den Anblick eines einzigen Wortes ansprechen und so helfen, Geschriebenes rasch zu erfassen.

Wie Rauchen zu Atemnot führt

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Ein wichtiges Glied in der Kette zwischen Rauchen und Atemnot haben Freiburger Medizinerinnen identifiziert. Ihre Untersuchungen zeigen, dass Abwehrzellen im Lungengewebe von Rauchern ein Signalprotein ausschütten, das weitere Abwehrzellen auf den Plan ruft. Damit kann es einen folgenschweren Entzündungsprozess auslösen, der letztlich zur Vernarbung der Lunge führt.

Säuglingskost könnte Risiko für Übergewicht beeinflussen

Baby wird gestillt

Die Ernährung im Säuglingsalter könnte das Risiko für Übergewicht in späteren Jahren beeinflussen. Diese Ansicht wird durch die Resultate einer Studie gestützt, die europäische Mediziner durchgeführt haben. Bekommen Kinder in den ersten beiden Lebensjahren Muttermilchersatz mit einem relativ hohen Eiweißgehalt, legen sie demnach rascher an Gewicht zu, nicht jedoch an Körpergröße.

Hinweise auf Wirksamkeit des Schröpfens

Foto zeigt gläsernen Schröpfkopf, von einer Hand gefasst, auf Haut

Schröpfen könnte eine Wirkung entfalten, die über den bloßen Placeboeffekt hinausgeht. Entsprechende Hinweise liefert eine Pilotstudie Berliner und Essener Mediziner. Einmaliges blutiges Schröpfen am Rücken verschaffte dabei Patienten Linderung, die aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms Schmerzen und Empfindungsstörungen in der Hand aufwiesen.

Was das Lachen der Hyäne verrät

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Hyänen produzieren Laute, die wie ein hysterisches Kichern klingen. Französische und amerikanische Verhaltensforscher haben ermittelt, dass dieses “Lachen” mehr als nur Nervosität signalisiert. Andere Hyänen könnten daran auch Alter, Status und Identität des Lautproduzenten ablesen.

Familiäres Zwitschern

Foto zeigt Zebrafink mit weißem Bauch, orangenen Wangen und Schnabel, grauem Kopf und Rücken

Auch bei Vögeln fällt der Apfel nicht weit vom Stamm. Das haben Forscher in Seewiesen durch Stimmanalysen an Hunderten Zebrafinken nachweisen können. Unabhängig von Geschlecht und Gesangsmuster, ist das Timbre der Vogelstimme im hohen Maße erblich.

Eisige Familienbande

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Die kleinen Monde des Zwergplaneten Haumea sind aus einer großen Kollision am Rand des Sonnensystems hervorgegangen. Für diese Ansicht sprechen Beobachtungen zweier amerikanischer Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble. Die beiden Möndchen bestehen demnach aus dem gleichen eisigen Material, das auch den Zwergplaneten bedeckt.

Feuchtgebiete beschleunigten Ende der Eiszeit

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Indem die Weiten Nordsibiriens und Kanadas auftauen, könnte der globale Klimawandel zusätzlich an Schwung gewinnen. Diese Ansicht stützen Untersuchungen einer internationalen Forschergruppe auf Grönland. Ein jäher Temperaturanstieg gegen Ende der letzten Eiszeit scheint demnach durch Methan aus Feuchtgebieten verstärkt worden zu sein.



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