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Physik-Nobelpreis für elementare Schieflage

Dienstag, 7. Oktober 2008, 13:18 • Rubrik Physik.

Foto zeigt einen gegen den Uhrzeigersinn rotierenden WasserwirbelDen Nobelpreis für Physik teilen sich in diesem Jahr drei japanische Forscher. In ihren bahnbrechenden Arbeiten haben sie sich damit beschäftigt, dass und wie es in der Welt der kleinsten Teilchen zu Symmetriebrüchen kommt – dem Phänomen, dass Bild und Spiegelbild in der Natur nicht immer gleichwertig sind.

Foto: Andreas Arnegger (GnuFDL)

Solche Symmetriebrüche können durchaus bemerkenswerte Folgen haben. Ausgehend von einer perfekten Symmetrie, sollten nach dem Urknall Materie und Antimaterie in gleichen Mengen entstanden sein und sich in der Folge gegenseitig vollständig ausgelöscht haben. Die Tatsache, dass dies offenbar nicht geschehen ist, erklären Physiker mit einem winzigen Überschuss an Materie, einem Symmetriebruch.

Eine Hälfte des Preises geht an Yoichiro Nambu, heute an der University of Chicago tätig. Nambu habe bereits in den 60er-Jahren eine mathematische Beschreibung der spontanen Symmetriebrechung geliefert und so die Entwicklung des Standardmodells der Elementarteilchen und der zwischen ihnen wirkenden Kräfte beeinflusst, so das Preiskomitee in seiner Begründung.

Die andere Hälfte des Preises teilen sich Makoto Kobayashi von der japanischen Forschungsorganisation KEK in Tsukuba und Toshihide Maskawa von der Kyoto University in Tokyo. Sie hatten im Jahr 1972 eine Erklärung für Symmetriebrüche geliefert, wie sie bei Experimenten mit Teilchenbeschleunigern beobachtet werden, und im gleichen Zug die Existenz weiterer Familien von Elementarteilchen vorhergesagt. Diese Vorhersagen konnten – teilweise erst drei Jahrzehnte später – voll bestätigt werden.

WWW:
Theoretical Particle Physics, University of Chicago
KEK High Energy Accelerator Research Organization
Yukawa Institute for Theoretical Physics, Kyoto University
Was ist ein Symmetriebruch?


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