Medizin-Nobelpreis für Virusforscher
Montag, 6. Oktober 2008, 12:17 • Rubrik Medizin.
Den diesjährigen Medizin-Nobelpreis teilen sich ein deutscher und zwei französische Forscher für ihre Arbeiten zu viralen Krankheitserregern. Harald zur Hausen, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, erhält eine Hälfte des Preises für seine Entdeckung, dass Humanpapillomviren (HPV) Gebärmutterhalskrebs auslösen können.
Indem sie ihre Wirtszellen auf unterschiedliche Weise manipulieren, führen HPV und HIV zu schweren Erkrankungen. Bild: Nobel Foundation
Die andere Hälfte des Preises teilen sich Françoise Barré-Sinoussi am Institut Pasteur in Paris und Luc Montagnier, heute bei der World Foundation for AIDS Research and Prevention, ebenfalls mit Sitz in Paris. Die beiden Forscher hatten das Humanimmunschwächevirus (HIV) entdeckt und als Erreger von AIDS erkannt.
Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ist mit 10 Millionen Schwedischen Kronen dotiert, umgerechnet etwa 1 Million Euro. Er wird am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Stockholm verliehen.
Quelle: Nobel Foundation, 06.10.08
WWW:
Deutsches Krebsforschungszentrum
- Humane Papillomviren als Krebsauslöser
Institut Pasteur
UN AIDS
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