Posted in: Kurzmeldungen 26. September 2008 15:46 Weiter lesen →

Kurzmeldungen am Freitag, 26.9.2008

Urgestein von der Hudson Bay Kanada In Kanada glauben Geologen auf 4,28 Milliarden Jahre altes Gestein gestoßen zu sein. Bedrohte Säuger erobern sich in Norddeutschland Lebensraum zurück. Magdeburger Mediziner planen die erste deutsch-chinesische Weltraummission 2010. Und: Heute vor 17 Jahren.

Gestein von der kanadischen Hudson Bay – das älteste der Erde? Foto: Science/AAAS

Das älteste Gestein der Welt glauben kanadische Geologen an der Hudson Bay identifiziert zu haben. Jonathan O’Neil und seine Kollegen von der McGill University stießen auf das Urgestein im Nuvvuagittuq-Gesteinsgürtel in Ungava, Québec. Die Entdeckung könnte helfen, die Entstehung der Erdkruste zu erklären. Allerdings ist die Datierung nicht unumstritten: Sie beruht auf einer Untersuchung von Neodymium-142 im Gestein. Zwar kommt dieses Element in praktisch allen Steinen vor, doch soll Urgestein besonders große Anteile enthalten. Australische Kollegen spekulierten gegenüber dem New Scientist, unter Einbezug früherer Funde aus der Region könnten die jetzt untersuchten Steine auch „nur“ 3,8 Milliarden Jahre alt sein. (New Scientist, Science)

Von den 47 Säugetier-Arten, die 1991 in Niedersachsen als stark bedroht galten, haben sich 15 wieder erholt. Das geht aus einem Bericht des niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz hervor. Demnach galt die Kegelrobbe zu Beginn der 90er Jahre nahezu als ausgestorben und ist mittlerweile wieder in guten Beständen an der Nordseeküste zu finden. Positiv entwickelt hat sich auch das Große Mausohr, eine mit rund 40 Zentimetern Flügelspannweite imposante Fledermausart. Die Einrichtung des Biosphärenreservates Elbtalaue kam u.a. dem Biber zugute: Galt er lange als ausgestorben, leben mittlerweile mehr als 500 Exemplare in Niedersachsen. Auch der Luchs, der europäische Nerz und der Wisent sind wieder in dem norddeutschen Bundesland gesichtet worden. Außerdem soll sich seit 2007 „mindestens ein Wolf“ in der Lüneburger Heide aufhalten. (Niedersachsen.de)

Auf der Shenzhou-8-Mission, die für das Jahr 2010/2011 geplant ist, werden sich Magdeburger Forscher mit biologischen und medizinischen Experimenten beteiligen. Sie schicken Augentierchen, Pflanzen, Muskel- und Schilddrüsenzellen in den Weltraum. Von den Experimenten erhoffen sich die Weltraummediziner Hinweise darauf, warum menschliche Immunzellen Probleme mit der Schwerelosigkeit haben und Astronauten bei längeren Aufenthalten im All verstärkt unter Infektionen leiden. Die geplanten Experimente an Bord von Shenzhou-8 sollen auf Erkenntnissen aufbauen, die am Boden und bei Parabelflügen gewonnen wurden. (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)

Jahrestag: Heute vor 17 Jahren begann das Experiment „Biosphäre 2“. Auf einer Fläche von 1,6 Hektar sollte untersucht werden, ob in einem eigenständigen, geschlossenen ökologischen System Leben langfristig möglich ist. Die zahlreichen Probleme, mit denen das Projekt konfrontiert war, könnten einmal bei der Planung von Weltraummissionen helfen. (Wikipedia)

Posted in: Kurzmeldungen
Möchten Sie den Beitrag bewerten?
SchlechtLangweiligGut zu wissenInteressantSpannend! (2 Bewertungen, im Schnitt 2,50 von 5)
Loading...

Drucken Drucken


Die Kommentare sind geschlossen.