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Kurzmeldungen am Mittwoch, 17.9.2008

Mittwoch, 17. September 2008, 18:18 • Rubrik Kurzmeldungen.

Kanadisches Berufkraut Die Anzahl eingeschleppter Pflanzenarten ist in Europa stark gestiegen. Britische Archäologen fanden einen Tuberkulose-Patienten aus der Zeit der römischen Besatzung. Dächer sollten zum Klimaschutz grundsätzlich weiß gestrichen werden. Und: Heute vor 17 Jahren.

Das Kanadische Berufkraut zählt zu den am weitesten verbreiteten “Einwanderern”. Foto: André Künzelmann/UFZ

Die Anzahl eingeschleppter Pflanzenarten hat sich in Europa in den letzten 25 Jahren mehr als verdreifacht. Das geht aus einer Studie hervor, die auf Daten aus 48 europäischen Ländern und Regionen beruht. 5789 Pflanzenarten werden darin als gebietsfremd eingestuft, 2843 davon sind außereuropäischen Ursprungs. 1980 wurden dagegen nur 1568 gebietsfremde Arten registriert, davon waren 580 außereuropäischen Ursprungs. Pro Jahr wandern etwa sechs neue Arten in Europa ein, meldet das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ. Weil sie Ökosysteme nachhaltig verändern und einheimische Arten verdrängen können, gelten sie als eine der größten Gefährdungen für die Biodiversität. Mehr Details zu diesem Thema finden Sie auf Scienceticker Umwelt.

Einen frühen Fall von Tuberkulose haben britische Forscher an einem Skelett aus der Zeit der römischen Besatzung identifiziert. Das Grab des Toten war auf dem Gelände der Universität von York entdeckt worden. Der Mann starb im 4. Jahrh. n.Chr. im Alter zwischen 26 und 35 Jahren, schätzen die Forscher. Schon als Kind habe der Betroffene an einer Eisenmangelanämie gelitten, was seine unterdurchschnittliche Körpergröße von 162 cm erkläre. Für die Wissenschaft besonders interessant sei der Umstand, dass der Mann an Tuberkulose starb. Diese Krankheit soll es seit etwa 300 v.Chr. auf der Insel geben. Weil aber entsprechende Funde aus der Römerzeit sehr selten sind, erhoffen sich die Forscher jetzt neue Hinweise auf die Entwicklung und Ausbreitung der bakteriellen Infektionskrankheit. Der Betroffene soll sich schon als Kind über die Lunge infiziert haben, die Krankheit ruhte dann aber offenbar über Jahrzehnte passiv in seinem Körper. (University of York)

Wer sein Dach weiß streicht, hilft dem Klima, sagen Forscher des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL). Zum einen reflektiere die weiße Farbe einen größeren Teil der Sonnenstrahlung zurück ins All, zum anderen müssten weiße Gebäude weniger gekühlt werden, wodurch Elektrizität für Klimaanlagen gespart werde. Durch einen generellen weißen Farbanstrich der Dächer ließe sich die Reflexikon der Sonnenstrahlen in den Städten um 10 Prozent steigern, errechneten die Forscher. Der Kühleffekt spare insgesamt – falls weltweit umgesetzt – das 1,5-fache des Jahresausstoßes an vom Menschen verursachten Kohlendioxid ein. (ScienceNOW)

Jahrestag: Heute vor 17 Jahren veröffentlichte Linus Torvalds die erste Version von Linux 0.01 und schafft damit die Grundlage zur weltweiten Entwicklung des Open-Source-Betriebssystems. (Wikipedia)


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