Posted in: Kurzmeldungen 12. September 2008 11:18 Weiter lesen →

Kurzmeldungen am Freitag, 12.9.2008

Haarloser Hund Haarlosigkeit bei Hunden geht auf eine Genmutation zurück. Bangladesch rüstet sich gegen den Klimawandel. Britische Biologen haben den seltensten Frosch Costa Ricas wiederentdeckt; australische Kollegen fanden im eigenen Land einen verschollenen Laubfrosch. Und: Heute vor 68 Jahren.

Links mit, rechts ohne Genmutation. Foto: Tosso Leeb /Science

Haarlosigkeit bei Hunden geht auf eine Mutation im Gen FOXI3 zurück. Das ermittelten Genetiker um Cord Drögemüller und Tosso Leeb von der Universität Bern. Sie konnten aus Blutproben von haarlosen Hunden aus China (Foto), Mexiko und Peru die identische Genmutation auf Chromosom 17 ermitteln. Bei “normalen” Hunden der selben Rassen fanden die Genetiker keine Mutationen. Haarlose Hunde wurden schon bei den Azteken um 1700 v.Chr. gezüchtet und als heilig verehrt, wie Statuen aus jener Epoche beweisen. Das mutierte Gen FOXI3 kann nach einem Bericht der Forscher im Magazin “Science” auch Deformationen der Zähne auslösen. Mäuseembryos, an denen die Forscher das Gen manipulierten, kamen ohne Fell, dafür mit längeren Zähnen und Tasthaaren zur Welt. (ScienceNow)

Bangladesch rüstet sich gegen den Klimawandel. Auf einer Konferenz in London warben Vertreter des Landes um Unterstützung für ein Gesamtkonzept, das um die 3,5 Milliarden Euro kosten könnte. U.a. sollen das Katastrophenmanagement verbessert, Frühwarnsysteme aufgebaut und eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln vorbereitet werden. Für die Bauern des Landes soll Saatgut gezüchtet werden, das Fluten und Salzwasser übersteht. Zudem will Bangladesch ein eigenes Forschungszentrum zu Klimafragen aufbauen. Schon jetzt zahlt das Land einen hohen Preis im Kampf gegen Unwetter: Allein im letzten Jahr starben 3.000 Menschen, als der Zyklon Sidr das Land heimsuchte. Im Jahr 2050 könnten durch den Anstieg des Meeresspiegels 40 Prozent des Landes von Überflutungen bedroht sein. (Nature News)

Frohe Kunde für Froschfreunde: Der Baumfrosch Isthmohyla rivularis, vor zwanzig zum letzten Mal in freier Wildbahn gesehen, ist wieder da. Forscher der Universität Manchester entdeckten das vermeintlich ausgestorbene Tier im Regenwald Costa Ricas. Ein weibliches und mehrere männliche Exemplare deuten darauf hin, dass sich die verschollene Art in einer ökologischen Nische behauptete hat. Ähnliches gelang auch australischen Kollegen im tropischen Norden ihres Kontinents: Sie entdeckten in einem Bach den nur vier Zentimeter großen Laubfrosch Litoria lorica wieder. Bisher war vermutet worden, die Art sei von einer Pilzepidemie Anfang der 90er Jahre ausgelöscht worden. (BBC Online, ScienceAlert Australia)

Jahrestag: Heute vor 68 Jahren wurde die Höhle von Lascaux entdeckt, die einige der ältesten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte enthält. Die Höhlenmalereien sind bis zu 17.000 Jahre alt und zeigen hauptsächlich realistische Bilder von Tieren jener Zeit. (Wikipedia)

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