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Kurzmeldungen am Donnerstag, 28.8.2008

28. August 2008 16:41

arktische Eisfläche im August 2008 Die Fläche des arktischen Eises droht in diesem Sommer auf ein Rekordtief zu schrumpfen. Ein neuer Geschmacksverstärker kann die Wirkung von Zucker verdoppeln. In Spanien wurde das Skelett eines 120 Mio. Jahre alten Sauriers entdeckt. Und: Heute vor 219 Jahren.

Grafik: Die aktuelle Fläche des arktischen Eises; orange umrissen dazu die durchschnittliche Bedeckung zwischen 1979 und 2000. Quelle: NSIDC

Das arktische Eis ist in dieser Woche auf eine Fläche von 5,26 Millionen Quadratkilometer zusammengeschmolzen. Es handle sich um den zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen, berichtet das National Snow and Ice Data Center (NSIDC) in Boulder, Colorado. Das Rekordtief von 4,28 Mio. Quadratkilometern vom September 2007 werde in diesem Jahr möglicherweise noch unterschritten, weil die Eisschmelze noch bis in den September hinein anhalte. (NSIDC, ESA)

Der Geschmacksverstärker S6973 kann schon in kleinen Mengen die Süße von Zucker verdoppeln. Die noch in der Entwicklung befindliche Substanz selbst schmeckt nach nichts. Entdeckt wurde sie vom Biotech-Unternehmen Senomyx in San Diego, Kalifornien. In deren Labors kommen Zellkulturen zum Einsatz, denen gentechnisch die Fähigkeiten von Rezeptoren aus der menschlichen Zunge eingebaut wurden. Mit Hilfe der Zellkulturen können tausende Moleküle auf ihre Wirkung auf das menschliche Geschmacksempfinden getestet werden. Ob die US-amerikanische Lebensmittelaufsicht S6973 als unbedenklich freigibt, ist noch offen. (New Scientist, Senomyx)

Das nahezu vollständige Skelett eines Dinosauriers haben spanische Forscher entdeckt. Die Überreste des rund 120 Mio. Jahre alten Brachiosaurus werden zur Zeit nahe der Ortschaft Morella in der Region Valencia geborgen. Das 25 Meter lange Tier habe zu Lebzeiten um die 40 Tonnen gewogen, schätzen die Forscher. Um welche genaue Art der langhalsigen Pflanzenfresser es sich handle, könne man noch nicht sagen. Die Region im Osten Spaniens ist bereits durch zahlreiche fossile Funde bekannt geworden. (Telegraph)

Jahrestag: Heute vor 219 Jahren entdeckte Wilhelm Herschel den sechsgrößten Saturn-Mond Enceladus. Der Name, der auf den Giganten Enkelados aus der griechischen Mythologie verweist, wurde von Wilhelm Herschels Sohn John Herschel - benefalls Astronom von Beruf - im Jahr 1847 vorgeschlagen. (Wikipedia)

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