Starttermin für Großbeschleuniger LHC
7. August 2008 |
Am 10. September sollen die ersten Teilchen im europäischen Großbeschleuniger LHC kreisen. Diesen Starttermin hat das Forschungszentrum CERN in Genf festgesetzt. Laut Mitteilung der Einrichtung gehen die übrigen Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Beschleunigers gut voran.
Daher könnten noch in diesem Jahr auch die ersten Kollisionen in den Detektoren des Large Hadron Collider stattfinden. Die Teilchenstrahlen sollen zunächst mit einer Energie von je 5 Tera-Elektronenvolt aufeinandertreffen, für die folgenden Jahre werden Strahlenergien von je 7 Tera-Elektronenvolt angestrebt. Aus der Beobachtung der Kollisionsprodukte erhoffen sich die beteiligten Physiker neue Einblicke in die Natur der Materie.
Möglich werden die hohen Energien unter anderem durch den Einsatz von Protonen und Bleikernen als Geschossen. Sie sind sehr viel massiger und damit energiereicher als die Elektronen und Positronen, die noch vor einigen Jahren durch den 27 Kilometer langen Ringtunnel unter der französisch-schweizerischen Grenze getrieben wurden. Ein weiterer Faktor sind mehrere Tausend supraleitender Magneten, die die schweren Geschosse auf der Kreisbahn zu halten vermögen.
Eben diese Magneten haben Ende Juli ihre Betriebstemperatur von 2 Kelvin (minus 271 Grad Celsius) erreicht. Derzeit sind die Techniker damit beschäftigt, sie zunächst einzeln und dann in immer größeren Gruppen unter Strom zu setzen. Schließlich muss der LHC noch mit einem Vorbeschleuniger synchronisiert werden. Ein entsprechender Test ist für das kommende Wochenende vorgesehen.
WWW:
CERN
- The LHC Experiments
Wie funktioniert ein Teilchenbeschleuniger?
Zutaten für ein Universum



Antikörper