Kurzmeldungen am Montag, 30.6.2008
30. Juni 2008 18:58
Bei Schlaganfällen könnte schon im Notarztwagen eine einleitende Therapie mit Ultraschall beginnen. Bochumer Ingenieure erwecken einen künstlichen Rodeobullen zum Leben. E-Learning kommt bei Studierenden gut an, macht Dozenten aber mehr Arbeit. Und: Heute vor 62 Jahren.
Ultraschalluntersuchung im Rettungshubschrauber. Foto: Universitätsklinikum Regensburg
Um die Folgen eines Schlaganfalls zu minimieren, muss die Behandlung des Patienten so früh wie möglich beginnen. Dabei könnte Ultraschall helfen, sagen Regensburger Ärzte. Sie berufen sich auf eine Pilotstudie mit Kollegen der University of California, San Diego. Im Rahmen der Studie hatte ein Schlaganfallexperte, ausgestattet mit einem tragbaren Ultraschallgerät, ein Rettungsteam über drei Wochen begleitet. Unmittelbar nach Erstversorgung der Patienten wurden Ultraschalluntersuchungen der Hirngefäße durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen nach Aussage der Forscher, dass Blutgefäße, die das Hirn versorgen, innerhalb der ersten 10 bis 15 Minuten nach Eintreffen am Notfallort mittels Ultraschall dargestellt werden können. Weil Ultraschall in der Lage sei, Gefäßverschlüsse aufzulösen, solle eine entsprechende Behandlung möglichst schon vom Notarzt eingeleitet werden, so die Forscher. Gefäßverstopfungen durch Blutgerinnsel stellen die Hauptursache für Schlaganfälle dar. Bei unbehandelten Patienten sterben rund 1,9 Millionen Gehirnzellen bei pro Minute ab. (Uniklinikum Regensburg)
Einen künstlichen Rodeobullen haben die Künstlerin Angela Schilling und Bochumer Elektrotechniker zum Leben erweckt. Die Künstlerin wollte einen Bullen erschaffen, dessen Choreographie einem lebenden Tier so ähnlich wie möglich ist. Ein Team aus drei Elektrotechnikstudenten und einem Uni-Mitarbeiter analysierten daraufhin die tierischen Bewegungsabläufe und setzten sie in ein mechanisches Modell um. Den lebensgroßen, motorisierten “Rising Bull” reichte Schilling als Abschlussarbeit an der Kunstakademie Münster ein. Das Werk ist inzwischen für einen Kunstpreis vorgeschlagen worden. Schilling zeigt den Bullen sowie eine Reihe von Skulpturen und mechanischen Objekten noch bis zum 20. Juli im Stadtmuseum Hattingen.
Foto: Die Künstlerin und ihre technischen Helfer mit dem fast fertigen Bullen im Labor für Systemtechnik, Antriebstechnik u. Leistungselektronik der Hochschule Bochum. Kleines Bild: Das fertige Objekt in der Ausstellung. (Quelle: Hochschule Bochum)
E-Learning sei eine gute Ergänzung zur Vorlesung, sagen Leipziger Studierende und Dozenten. Letztere haben mit der Vorbereitung allerdings erhebliche Mehrarbeit zu leisten. Das ergab eine Umfrage der Universität Leipzig, an der sich über 500 Studierende und Dozenten beteiligten. Demnach nutzen beide Gruppen E-Learning-Angebote bereits sehr häufig von zu Hause aus, die Studierenden zu 92 Prozent. Sie versprechen sich vom E-Learning Zeitvorteile, ein organisierteres und vielseitigeres Studium, leichteren Zugang zu Vorlesungsskripten und Texten sowie bessere Prüfungsvorbereitungen mit Übungen und Selbsttests. Die Dozenten benötigen allerdings für das Erstellen des Angebots erheblich mehr Zeit. Nur einem Drittel der Befragten standen dafür Hilfskräfte unterstützend zur Verfügung. Nur die Hälfte der Leipziger Dozenten bietet schon ergänzende Online-Aufgaben, “Wikis” oder elektronische Glossare an. 42 Prozent der Lehrenden nutzen Foren als Kommunikationsplattform, aber nur zur Weitergabe von organisatorischen Nachrichten. (Uni Leipzig)
Jahrestag: Heute vor 62 Jahren starteten die USA die “Operation Crossroads”, in deren Verlauf zwei Kernwaffentests auf dem Bikini-Atoll durchgeführt wurden. Die Versuche waren der Auftakt zu wiederholten Tests auf dem Atoll, die erst zwölf Jahre später ein Ende fanden. (Wikipedia)

















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