Nikotin stört Kinder-Schlaf
10. Juni 2008 12:00
Der Konsum illegaler oder legaler Drogen während der Schwangerschaft kann die Entwicklung des Nachwuchses auf vielfältige Weise beeinträchtigen. Diesen Zusammenhang unterstreicht eine neue Studie amerikanischer Medizinerinnen. Demnach geht insbesondere die Exposition gegenüber Nikotin mit einem hohen Risiko für Schlafprobleme einher.
Bild: mikdam/stockxpert
Diese Probleme wachsen sich nicht unbedingt rasch aus, sondern können viele Jahre Bestand haben, berichten Kristen Stone von der Brown University und ihre Kolleginnen auf einer Fachtagung in Baltimore. Im Rahmen einer Langzeitstudie hatten die Forscherinnen den Werdegang von 139 Müttern und ihren Kindern bis zum Alter von 9 Jahren verfolgt.
Von den Kindern waren lediglich 23 während der Zeit im Mutterleib mit keinerlei Drogen konfrontiert worden. In 55 Fällen hatten die Schwangeren Kokain genommen, in 61 Fällen andere Drogen wie Alkohol, Haschisch oder Opiate. Wie sich dies auf die Kinder auswirkte, suchten die Forscherinnen durch regelmäßige Befragungen zu ermitteln.
Frühere Studien hätten bereits gezeigt, dass Kinder, die im Mutterleib Nikotin ausgesetzt gewesen seien, häufiger und früher als ihre Altersgenossen mit dem Rauchen begännen, erläutert Stone. Die eingehende Untersuchung dieser und ähnlicher Effekte könnte helfen zu verstehen, wie sich Drogen auf die Gehirnentwicklung auswirkten.
Forschung: Kristen Stone, Linda LaGasse und Barry Lester, Center for Alcohol and Addiction Studies und Center for the Study of Children at Risk, School of Medicine, Brown University, Providence, Rhode Island; und andere
Präsentation auf dem 22nd Annual Meeting of the Associated Professional Sleep Societies, Baltimore; #0251
WWW:
Center for Alcohol and Addiction Studies, Brown University
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