Hubble günstiger als Handy?
15. Mai 2008 |
Wer sich am Monatsende über seine Mobilfunkrechnung ärgert, bekommt neue Munition von einem britischen Astrophysiker geliefert. Dessen Berechnung zufolge, ist die Datenübertragung per Kurznachricht um ein Vielfaches teurer als der Datentransfer vom Weltraumteleskop Hubble zur Erde.
Foto: Doug Schneider /iStockphoto
“Unterm Strich ist das Versenden von SMS mindestens vier Mal teurer als die Datenübertragung von Hubble, der Faktor dürfte eher noch höher liegen”, erklärt Stephen Bannister von der University of Leicester. Seine Berechnungen hatte er für eine Fernsehsendung angestellt, die sich mit der - so wörtlich - “Mobilfunk-Abzocke” beschäftigte.
Bannisters Vergleich basiert auf den Übertragungskosten je Datenvolumen. Ausgehend von 140 Bytes für die 160 Zeichen einer Kurznachricht und einem Preis von 6,3 Euro-Cent pro SMS, berechnet er Kosten von 471 Euro pro Megabyte übertragener Daten.
Laut Auskunft der NASA beliefen sich die reinen Übertragungskosten bei Hubble dagegen auf etwa 11 Euro je Megabyte, so der Forscher. Die Kosten für die Bodenstation, die Archivierung der Daten und ihre Aufbereitung für die Endnutzer eingeschlossen, schätzt Bannister den Wert auf maximal 107 Euro pro Megabyte.
Forschung: Nigel P. Bannister, Department of Physics & Astronomy, University of Leicester, Leicester
WWW:
Space Research Centre, University of Leicester
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