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Kurzmeldungen am Mittwoch, 23.4.2008

23. April 2008 |

Blattstruktur _300 Straßennetze in Städten wachsen nach Vorbildern aus der Natur. Afghanische Buddhisten malten schon lange vor den Europäern mit Ölfarben. Berliner Forscher können erklären, warum Fledermäuse nach einer Früchte-Mahlzeit noch Lehm fressen. Und: Heute vor 150 Jahren.

Die Blattstruktur – ein Vorbild für Stadtplaner? Foto: LebedevMax /stockepert

Städtische Straßennetze weisen weltweit starke Ähnlichkeiten auf. Sie entwickeln sich von kulturellen Rahmenbedingungen nahezu unabhängig nach dem Muster biologischer Systeme. Das sagen französische und US-amerikanische Forscher, die 300 Städte miteinander verglichen haben - darunter Brasilia, Kairo, Los Angeles, London, Neu Delhi und Wien. Mit Hilfe einfacher mathematischer Modelle sei es möglich, die Entwicklung des städtischen Straßennetzes nachzuvollziehen, so die Forscher. Umgekehrt könne sich damit auch das Wachstum der Stadt vorhersagen lassen, um die Stadtplanung zu erleichtern. (New Scientist)

Ölfarben waren in Afghanistan schon hunderte Jahre vor ihrer Einführung in Europa in Gebrauch. Das entdeckten japanische Archäologen bei der Untersuchung buddhistischer Höhlenmalereien. Sie sollen aus der Mitte des 7. bis frühen 8. Jahrhunderts stammen. Die Malereien waren hinter den Buddhas von Bamiyan verborgen – jenen übergroßen Steinfiguren, welche im März 2001 von den Taliban zerstört worden sind. (Nature News)

Wenn Fledermäuse im Amazonasregenwald von Ecuador Früchte gefressen haben, nehmen sie meist noch zusätzlich Lehm auf. Dessen mineralienhaltiges Substrat kann potenzielles Gift in den Früchten abpuffern, sagen Forscher des Berliner Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Eine schädliche Wirkung kann von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen ausgehen. Auf der Suche nach neutralisierenden Mineralien suchen die Tiere so genannte Salzlecken auf. Auch die Ureinwohner Südamerikas und Afrikas wissen um die entgiftende Funktion des Lehmes, so die Forscher, und nehmen während der Schwangerschaft und in der Stillzeit mineralienhaltigen Boden zu sich. Mensch und Fledermaus hätten eine ähnliche Strategie entwickelt, um ihren Körper zu entgiften. (PLoS ONE)

Jahrestag: Heute vor 159 Jahren wurde Max Planck geboren. Der musikalisch begabte Sohn eines Juraprofessors studierte Physik, arbeitete in München, Kiel und schließlich Berlin. 1900 stellte er das das Plancksche Strahlungsgesetz vor, 1918 wurde er mit dem Physiknobelpreis geehrt. (Wikipedia / Max Planck im Wortlaut bei Inforadio, MP3)

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