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Kurzmeldungen am Montag, den 14.4.08

14. April 2008 |

Grafik Gehirn Unser Gehirn bereitet offenbar Entscheidungen unbewusst vor, haben Hirnforscher gemessen. Der Asiatische Elefant könnte sich in zwei Spezies aufteilen. Die geplanten Grenzanlagen der USA zum Nachbarn Mexiko werden zahlreiche Naturschutzgebiete zerstören. Und: Heute vor 27 Jahren.

Grafik: Vasiliy Yakobchuk /Fotolia

Schon etliche Sekunden vor einer bewussten Entscheidung können erste Anzeichen der Absicht aus dem Gehirn ausgelesen werden. In Versuchen von Max-Planck-Forschern sollten sich Testpersonen frei entscheiden, ob sie mit der rechten oder der linken Hand einen Knopf betätigen. Anschließend gaben sie an, zu welchem Zeitpunkt gefühlsmäßig ihre Entscheidung gefallen war. Sieben bis zehn Sekunden vor der bewussten Entscheidung konnten die Wissenschaftler Aktivitäten an der Stirnseite des Gehirns messen. Daraus sagten sie mit einer Häufigkeit “deutlich über dem Zufall” vorher, welche Hand der Proband nutzen würde. “Nach unseren Erkenntnissen werden Entscheidungen im Gehirn zwar unbewusst vorbereitet. Wir wissen aber noch nicht, wo sie endgültig getroffen werden. Vor allem wissen wir noch nicht, ob man sich entgegen einer vorgebahnten Entscheidung des Gehirns auch anders entscheiden kann”, so Projektleiter John-Dylan Haynes. (Max-Planck-Gesellschaft, Nature Neuroscience)

Der Asiatische Elefant könnte sich in zwei Spezies aufteilen. Das vermuten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die das Erbgut von 78 thailändischen Elefanten analysiert haben. Bei Elefantenbullen zeigte sich eine Auseinanderentwicklung des Genpoolss, so Studienleiter Jörns Fickel: “Das steht im Einklang mit der Lehrmeinung, wonach sich genetische Entwicklungen bei Säugetieren immer zuerst bei den Männchen manifestieren.” Die schleichende Auseinanderentwicklung der Art geschehe auch bei durchmischten Herden ohne räumliche Trennung, so die Forscher. (Leibniz-Gemeinschaft, Pressemeldung)

Der Naturschutz muss in den USA zugunsten des Grenzschutzes zurücktreten. Um die Grenze zu Mexiko stärker zu sichern, wird das US-amerikanische Heimatschutzministerium gegen 35 Naturschutzgesetze verstoßen, welche die betroffenen Bundesstaaten erlassen hatten. Der Ausbau des 750 Kilometer langen Grenzzaunes beeinträchtigt voraussichtlich Naturschutz- und Wildtierreservate in Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. Die USA wollen in erster Linie arbeitssuchende Mexikaner am illegalen Grenzübertritt hindern. (New Scientist)

Jahrestag: Heute vor 27 Jahren beendete die Raumfähre Columbia die erste Space-Shuttle-Mission der NASA. (Wikipedia)

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