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Kurzmeldungen am Donnerstag, 10.4.08

10. April 2008 |

Der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel beim Spacewalk Die ESA sucht Astronauten. Das Volk der Mixtec aß gerne Hunde. Mit einem Hurrikan-Simulator wollen kanadische Forscher ein Haus zum Einsturz bringen. Und: Heute vor 449 Jahren.

Mitfluggelegenheit gesucht? Astronaut Hans Schlegel, hier beim Weltraumspaziergang, hat noch Platz für Kollegen. Foto: ESA

Sie wollen Astronaut werden? Glückwunsch, die Europäische Weltraumorganisation ESA hat gerade Stellen frei. Es sei für die ESA “an der Zeit, neue Talente anzuwerben und ihr Astronautenkorps für künftige bemannte Missionen zur ISS, zum Mond und darüber hinaus fit zu machen”, schreibt die Organisation. Das neue Auswahlverfahren beginne am Montag, den 19. Mai. “Der ideale Bewerber für die Stelle eines europäischen Astronauten sollte auf einem wissenschaftlichen Gebiet wie Lebenswissenschaften, Physik, Chemie oder Medizin beschlagen sein oder Erfahrungen als Ingenieur oder Pilot mitbringen und außerdem herausragende Fähigkeiten in Forschung, Anwendungen oder im Bildungsbereich besitzen, vorzugsweise kombiniert mit betrieblicher Kompetenz”, sagt Gerhard Thiele, ehemaliger Astronaut und nun Leiter der Europäischen Astronautenabteilung. “Darüber hinaus werden von allen Bewerbern Eigenschaften wie ein gutes Gedächtnis, die Fähigkeit zu logischem Denken, Konzentration und räumlicher Orientierung sowie Fingerfertigkeit erwartet”. Die Kandidaten sollten fließend Englisch sprechen - Russisch ist ebenfalls von Vorteil - und außerdem hoch motiviert, flexibel, teamfähig, einfühlsam und emotional gefestigt sein. Ausgewählte Bewerber werden ins Europäische Astronautenkorps eingegliedert und absolvieren im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln ihre Grundausbildung. Interessierte können ab 19.5. unter www.esa.int/astronautselection ihre förmlichen Bewerbung abgeben. (Mehr Infos)

Bei den Mixtec, einem im heutigen Mexiko angesiedelten präkolumbischen Volk, standen Hunde auf dem Speiseplan. Das belegen 3.000 Jahre alte Siedlungsspuren, die US-amerikanische Anthropologen und Archäologen an der mexikanischen Pazifikküste freigelegt haben. Neben zwei Gräbern, in denen ein junger Mann und eine junge Frau beerdigt wurden, fanden die Forscher auch Reste von Fisch, Wild und Hunden, die als Speisereste gedeutet werden. Hunde seien ein wichtiger Bestandteil der Ernährung gewesen, dürften aber wohl der Oberschicht vorbehalten gewesen sein, so die Wissenschaftler. (National Geographic, Mixtec)

Ein Hurrikan-Simulator soll helfen, die Konstruktion von Wohnhäusern sicherer zu machen. Indem sie ein reales zweistöckiges Haus zerstören, wollen Forscher der University of Western Ontario die Kräfte untersuchen, die bei Stürmen auf Gebäude wirken. Ihr Simulator besteht aus 70 zwei mal zwei Meter großen Gebläsen, die über dem Dach des Hauses montiert wurden. Mit ihnen lassen sich Drücke erzeugen, wie sie bei einem Hurrikan der Stärke 5 auftreten, so die Forscher. Die Simulation werde alle Varianten von der Böe bis zum Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde ermöglichen. In Anlehnung an die Geschichte von den drei kleinen Schweinchen, die sich zum Schutz vor dem Wolf ein sicheres Haus bauen, läuft das Experiment unter dem Titel “Three Little Pigs Research Project”. (Projektseite, New Scientist)

Jahrestag: Heute vor 449 Jahren wurde in Dresden der Mathematiker Melchior Jöstel geboren. In der Wissenschaft hat es sich besonders auf dem Gebiet der Trigonometrie, sowie durch Berechnung der Mondbahnen einen Namen gemacht. Zudem interessierte sich Jöstel, wie viele seiner mathematischen Kollegen jener Zeit, auch für medizinische Themen und promovierte im Jahr 1600 im Alter von 41 Jahren zum Doktor der Medizin. (Wikipedia)

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