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Sport könnte Ungeborene fit machen

8. April 2008 |

Foto: Eine schwangere Frau, von der Seite gesehen, die Arme auf ihren Bauch gelegt Bewegung während der Schwangerschaft ist nicht nur gut für die Mutter, sondern auch für ihr Kind. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Medizinerin nach einer kleinen Studie mit 10 Schwangeren. Trieben diese regelmäßig Sport, schlugen auch die Herzen ihrer ungeborenen Kinder langsamer und reagierten besser auf wechselnde Belastungen.

Foto: CDC

Möglicherweise wirke sich die körperliche Aktivität der Mutter langfristig auf das autonome Nervensystem des Fötus aus, erklärt Linda May von der Kansas City University of Medicine and Biosciences. Ob tatsächlich eine solche pränatale Programmierung stattfinde und auf welche Weise sie das Herz des Kindes beeinflusse, müsse nun genauer untersucht werden.

May und Kollegen nutzten die Magnetkardiographie, um berührungslos den Herzschlag von Mutter und Fötus zu registrieren. Die Messungen wurden von der 24. Schwangerschaftswoche an monatlich durchgeführt. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den eher inaktiven Frauen und jenen, die dreimal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde lang Ausdauersport trieben: Bei letzteren war der Puls des Kindes zu jeder Zeit niedriger. Gleichzeitig beschleunigte er relativ stärker, wenn das Kind sich bewegte.

“Unsere Studie lässt vermuten, dass eine Mutter, die Sport treibt, nicht nur ihrem eigenen Herzen etwas Gutes tut, sondern auch dem ihres ungeborenen Kindes”, so May. Die Forscherin und ihre Kollegen wollen diesen Effekt nun in einer Studie mit mehr Teilnehmerinnen überprüfen.

Forschung: Linda E. May, Department of Anatomy, Kansas City University of Medicine and Biosciences, Kansas City, Missouri; William B. Drake, Children’s Mercy Hospital, Department of Cardiology, University of Missouri, Kansas City; und andere

Präsentation Experimental Biology 2008, San Diego, #1175.3

WWW:
Kansas City University of Medicine and Biosciences
Herzfrequenzvariabilität
Fetale Programmierung

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