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Sensor-Bandage stimmt Sportler ein

4. April 2008 |

Foto: Schnappschuss einer Netballerin mit weißer Bandage am Wurfarm beim Korbwurf Spitzensportler verbringen Stunde um Stunde damit, einen bestimmten Bewegungsablauf zu üben. Australische Forscher haben eine Methode ersonnen, um dieses Training zu erleichtern. Ein mit Sensoren gespicktes Textil erfasst die Bewegungen und wandelt sie in Schlagzeuglaute um.

Ein sauberer Bewegungsablauf ist beim Korbwurf die Voraussetung für einen sicheren Treffer. Foto: CSIRO

Der resultierende Rhythmus zeigt Sportler und Trainer, ob der Bewegungsablauf sauber und flüssig durchgeführt wurde. Auf diese Weise könnten aufwändige Videoanalysen zumindest teilweise ersetzt werden, hofft Richard Helmer von der Forschungsorganisation CSIRO. Seine Technik wird bereits am Australian Institute of Sport für das Korbwurf-Training im Basketball und dessen “damenhafter” Variante, dem Netball, eingesetzt.

Dabei tragen die Sportler eine Art Bandage, die vom Oberarm bis zur Mittelhand reicht. In den Stoff integriert sind Bewegungs- und Dehnungssensoren samt einer kleinen Elektronik, die die Messwerte drahtlos an einen Computer übermittelt. Beugen und Strecken in Hand- und Ellbogengelenk werden von dem System in unterschiedliche Schlagzeuglaute umgesetzt und sollten idealerweise in einem treibenden Rhythmus ertönen.

Die Sportler erhielten so eine direkte Rückmeldung bezüglich des Bewegungsablaufs, erklärt AIS-Trainer Damian Farrow. Umgekehrt könnten sie sich den Idealrhythmus ins Gedächtnis rufen, um sich auf den korrekten Bewegungsablauf einzustimmen - etwa in einer kritischen Spielsituation oder außerhalb der Turnhalle.

Forschung: Richard Helmer, CSIRO Textile and Fibre Technology, Belmont, Victoria

WWW:
CSIRO Textiles and Fibres
- Playing the Air Guitar
Australian Institute of Sport
Netball

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