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Kurzmeldungen am Freitag, 28.3.08

28. März 2008 |

Fotolia_Boxer-im-Ring_300 Amateurboxer müssen kaum Hirnverletzungen fürchten. Die Schnäbel von Kalmaren sind hart und weich zugleich. Söhne von Migranten haben am häufigsten Übergewicht. Und: Heute vor 206 Jahren.

Foto: Piotr Sikora /Fotolia

Boxen birgt für Amateursportler kaum Risiken. Darauf deutet die “Heidelberger Boxerstudie” hin. Mediziner der Universitätsklinik Heidelberg hatten mit Hilfe hochauflösender Kernspintomographie nach winzigen Hirnveränderungen bei Amateurboxern und einer nicht boxenden Vergleichsgruppe gefahndet. Bei drei der 42 untersuchten Boxer waren winzige Punktblutungen gefunden worden, während in der Vergleichgruppe von 37 Nicht-Boxern keine derartigen Veränderungen vorlagen. Der Unterschied sei jedoch statistisch nicht signifikant, schreiben die Forscher im “American Journal of Neuroradiology”. Beim Boxen wird der Kopf mit hoher Geschwindigkeit und großer Wucht getroffen. Dabei können Scherbewegungen zwischen den Hirngeweben auftreten, die in winzigen Blutungen resultieren. Manche Mediziner glauben, derartige Mikro-Blutungen könnten letztlich Funktionsausfälle wie Demenz oder Morbus Parkinson nach sich ziehen. Das Risiko für derartige Erkrankungen könnte für Berufsboxer höher liegen, so die Forscher. (Universitätsklinik Heidelberg)

Der Humboldt-Kalmar (oder Riesen-Flugkalmar, Dosidicus gigas) besitzt einen Schnabel, dessen Spitze hart und schneidend und dessen Ansatz weich im Muskelgewebe eingebettet ist. Die Spitze sei hundertmal härter als der Schnabelansatz, berichten US-amerikanische Forscher jetzt. Verantwortlich für den Effekt seien die stark wechselnden Anteile von Wasser und Proteinen: An der Basis besteht der Schnabel demnach nur zu 5 Prozent aus Proteinen, aber zu 70 Prozent aus Wasser. An der Spitze beträgt der Proteingehalt dagegen rund 60 Prozent, der Wasseranteil aber keine 20 Prozent mehr. Dieses Prinzip des flexiblen Übergangs könne für die Entwicklung neuer Materialien - etwa für den Bau von Prothesen - Anregungen liefern, meinen die Forscher. (Science)

Kinder von Migranten sind dicker als andere Kinder, berichten Forscher des Universitätsklinikums Ulm. Sie untersuchten mehr als 1.000 Grundschulkinder in Ulm und Umgebung im Rahmen der “URMEL-ICE”-Studie zu Themen wie Bewegung, Ernährung und Medienkonsum. Ihre Ergebnisse stellten sie jetzt auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim vor. Demnach sind insgesamt 13,7 Prozent der Jungen und 10,5 Prozent der untersuchten Mädchen übergewichtig. Bei Kindern mit Migrationshintergrund sind es mit 21,1 Prozent der Jungen und 12,2 Prozent der Mädchen deutlich mehr. Als krankhaft fettleibig sind insgesamt 5,1 Prozent der Jungen und 3,7 Prozent der Mädchen anzusehen, so die Forscher. Bei den Kindern mit Migrationshintergrund sind es 10,2 Prozent bei den Jungen und 3,7 Prozent bei den Mädchen. Männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund seien daher eine besonders wichtige Zielgruppe für Präventionsmaßnahmen in Sachen Herzgesundheit, meinen die Forscher. (DGK)

Jahrestag: Heute vor 206 Jahren entdeckte der deutsche Astronom Heinrich Wilhelm Olbers den Asteroiden Pallas, den er zunächst als Planeten einstufte. (Wikipedia)

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