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Elektronischer Käselauscher

Dienstag, 26. Februar 2008, 12:21 • Rubrik Ernährung, Technik, Wirtschaft.

Camenbert liegt zum Reifen im Käselagerraum Einen elektronischen Käseklopfer haben Grazer Forscher ersonnen. Das System analysiert den Klang eines Käselaibs, um damit auf dessen Reifezustand zu schließen. Auf diese Weise bekommen Käsemeister eine objektive, gegen Erkältungen und Schwankungen der Tagesform gefeite Entscheidungshilfe an die Hand.

Käse beim Reifen. Foto: Guillaume Dubé /iStockphoto

“Mit der neuen Methode erkennen wir schnell und einfach, wenn ein Käse nicht wie gewünscht heranreift”, erklären Michael Murkovic von der Technischen Universität Graz und Robert Höldrich von der Kunstuniversität Graz. Umso eher sei es möglich, in den Reifungsprozess einzugreifen und die Auslieferung minderwertiger Ware zu verhindern.

Seit Jahrhunderten nutzen Käsemeister das Phänomen, dass das anfänglich dumpfe Klopfgeräusch eines Käselaibs während der Reifung eine hohl klingende Komponente erhält. Nach diesem Prinzip arbeitet auch das von den beiden Forschern zum Patent angemeldete System. Neben einem Mikrophon und einem Taschen-PC samt eigens entwickelter Auswertungssoftware umfasst es auch einen standardisierten Hammer.

Während sich Käsemeister auf ihre Erfahrung verlassen, berechnet die Software anhand des Geräusches psychoakustische Parameter. Da ein Emmentaler anders klingt als ein Parmesan, korreliert es diese mit produktspezifischen Eigenschaften, um schließlich den Reifezustand des Käses einzuschätzen.

Forschung: Michael Murkovic, Institut für Lebensmittelchemie und -technologie, TU Graz, und Robert Höldrich, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Kunstuniversität Graz

WWW:
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie, TU Graz
Institut für Elektronische Musik und Akustik, KU Graz
Wie kommen die Löcher in den Käse?

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Milch: Kühlen schadet “Käsemachern”


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