Kurzmeldungen am Freitag, 8.2.08
Freitag, 8. Februar 2008, 19:23 • Rubrik Nachrichten.
Heute in aller Kürze: Ein schwimmender Roboter erkundet das karibische Meer. Durch Renaturierung und die Anlage von Flussauen lässt sich die biologische Vielfalt steigern. Das ESA-Labor “Columbus” befindet sich auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS). Und: Heute vor 143 Jahren.
Foto: Webb Research
Einen autonomen Schwimmroboter haben US-amerikanische Meeresforscher erfolgreich in der Karibik getestet. Der “Autonomous Under Water Vehicle Glider” (AUVG) ist seit Dezember 2007 bis voraussichtlich Mitte dieses Jahres in der Inselwelt der östlichen Karibik unterwegs. Das Besondere: Der Roboter kommt ohne Motor und Propeller aus, er gleitet lediglich durch das Wasser und setzt Temperaturunterschiede in mechanische Energie um. Zum Einsatz kommen dabei mit Wachs gefüllte Röhren. Im warmen Oberflächenwasser dehnt sich das Wachs aus, in kälterem Wasser in der Tiefe zieht es sich zusammen. Dieser Effekt hält kleine Pumpen in Bewegung. Derartige autonome Schwimmer könnten mit vielfältigen Sensoren ausgestattet werden und Forschern Routine-Messungen abnehmen, sagen die Entwickler. (New Scientist / Webb Research)
Dass die Renaturierung von Gewässern die biologische Vielfalt erhöht, beweist ein Modellprojekt am Fluss Berkel in Nordrhein-Westfalen. Dort waren vor über zehn Jahren Entwässerungsgräben rückgebaut und auentypische Gehölze gepflanzt worden. Die Flussauen sollten sich so langfristig wieder selbst entwickeln. Laut Abschlussbericht, den das Bundesamtes für Naturschutz (BfN) jetzt vorgelegt hat, finden sich im Auenbereich mittlerweile über 120 Vogelarten. Die Forscher fanden allein 55 seltene Arten. Auch Insekten und Amphibien sowie eine Vielzahl an Pflanzen sollen von den Maßnahmen profitiert haben. Begleitende Untersuchungen zeigten laut BfN, dass sich der ökologische Zustand einer Flussaue auch unter schwierigen Ausgangsbedingungen erheblich verbessern lasse. (BfN)
Das ESA-Labor “Columbus” ist nach langer Verzögerung gestern um 20.45 Uhr MEZ endlich in den Weltraum gestartet worden. An Bord des NASA-Raumtransporters “Atlantis” wird es voraussichtlich am morgigen Sonnabend um 18.23 Uhr MEZ die Internationale Raumstation (ISS) erreichen. Mit zur siebenköpfigen Besatzung gehört der Deutsche Hans Schlegel. Er wird nach einer 12-tägigen Mission wieder zur Erde zurückkehren. Als zweiter europäischer Astronaut soll der Franzose Léopold Eyharts mehr als zwei Monate auf der ISS bleiben. Er wird “Columbus” testen und überwachen. (Columbus laboratory)
Jahrestag: Heute vor 143 Jahren veröffentlichte Gregor Mendel seine Kreuzungsexperimente mit Erbsen, die anfänglich nur wenig Beachtung finden, später jedoch als mendelsche Regeln der Vererbung als eine wichtige Grundlage der Genetik anerkannt wurden. (Wikipedia)
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