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Mars: Grundwasser oder Gerölllawinen?

29. Februar 2008

Aufnahme einer der hellen Schlieren mit fingerartigen Fortsätzen in einem Marskrater, daneben die simulierten Spuren flüssigen Wassers oder trockenen Gerölls, erstere eher diffus umrandet, letztere mit deutlichen FingernHelle Schlieren an Hängen auf dem Mars sind nicht unbedingt ein Zeichen für Wasser, lassen Berechnungen amerikanischer Geowissenschaftler vermuten. Tatsächlich stehen Form und Erscheinung der Strukturen eher im Einklang mit der Annahme, dass es sich um die Spuren kleinerer Hangrutsche handelt.

Bild: Jon Pelletier, University of Arizona

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Felsiges Strandgut zeigt Gletscherschwund

29. Februar 2008

Seit einiger Zeit wird eine Ausdünnung der Gletscher in der Westantarktis beobachtet. Die Geschwindigkeit, mit der das geschieht, ist außergewöhnlich hoch, haben britische und deutsche Forscher jetzt erstmals belegen können. In den letzten Jahrzehnten lag sie demnach um ein Vielfaches über dem Durchschnitt der letzten Jahrtausende.

Panoramafoto zeigt zwei Helikopter auf einer schneebedeckten Kuppe. Aus dem Schnee ragen einige Felszacken empor, auf denen einige Menschen arbeiten

Auf den felsigen Inseln, die aus dem dünner werdenden Eisstrom aufgetaucht sind, findet sich höchst interessantes Strandgut. Foto: British Antarctic Survey Lesen

Mikrobielle Wettermacher

28. Februar 2008

Mikroskopaufnahme zeigt rundliche Zellen vor hellgrauem HintergrundOb es schneit, hängt nicht allein von Luftfeuchte und Temperatur ab. Eine amerikanisch-französische Forschergruppe hat ermittelt, dass die in Schnee enthaltenen “Eiskeime” häufig biologischer Natur sind. Mitunter scheinen erst Mikroben den Anstoß zur Bildung genügend großer Eiskristalle zu geben.

Zellen des Bakteriums Pseudomonas syringae enthalten ein Protein, dass die Bildung von Eiskristallen begünstigt. Bild: Courtesy of Shawn Doyle und Brent Christner, Louisiana State University Lesen

Uralter Blick für Schlangen

28. Februar 2008

Foto zeigt eine kupferrote Schlange mit einigen schwarz-gelb-schwarzen Banden, die sich auf einem Baumstamm sonntEin angeborener Mechanismus sorgt dafür, dass Menschen besonders stark auf den Anblick potenziell gefährlicher Tiere reagieren. Für diese Ansicht sprechen Versuche, die zwei amerikanische Psychologinnen mit 120 Kindern durchgeführt haben. Auch wenn diese noch nie mit Schlangen zu tun gehabt hatten, erkannten sie Fotos von Schlangen besonders rasch.

Die Rote Königsnatter ist für Menschen harmlos, trägt aber das Warnkleid der potenziell gefährlichen Korallenotter. Foto: US Geological Survey Lesen

Neue Mondkarte zeigt raues Terrain

28. Februar 2008

Illustration zeigt ein 3D-Modell der Südpolregion mit Kratern und Senken, farblich markiertMögliche Eisvorkommen, viel Licht und ein permanenter Funkkontakt mit der Erde machen den Südpol des Mondes zu einem potenziellen Landeplatz für dauerhafte Missionen. Diese Vorzüge haben allerdings ihren Preis, zeigt die bislang genaueste Kartierung der Region durch amerikanische Forscher. Das dortige Terrain ist sehr viel schwieriger als angenommen.

In der neu kartierten Region liegen Senken und Erhebungen, die jeweils einige Kilometer unter bzw. über ‘Normalnull’ erreichen, dicht nebeneinander. Grafik: NASA

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Meeresräuber suchen optimal

27. Februar 2008

Was Meeresräubern im Wasser an Überblick fehlt, gleichen sie mit einem bemerkenswerten Gespür für Mathematik aus. Entsprechende Daten präsentiert eine internationale Forschergruppe im Magazin “Nature”. Bei höchst verschiedenen Arten - vom Pinguin bis zum Riesenhai - liegt die Balance zwischen der Suche vor Ort und dem Weiterziehen in neue Jagdgründe demnach hart am theoretischen Optimum.

Unterwasseraufnahme zeigt von schräg vorne links einen Riesenhai, der mit weit geöffnetem Maul durch das tiefblaue Wasser schwimmt, um Plankton herauszufiltern; im Hintergrund zwei winzig wirkende Schnorcheltaucher

Riesenhaie schwimmen mit weit geöffnetem Maul durchs Wasser, um mit ihren großen Kiemenbögen Planktonorganismen herauszufiltern. Foto: Chris Gotschalk, via wikimedia.org Lesen

Enthemmte Jazzer

27. Februar 2008

Grafik: Hirnmodell, darin mit kalten bzw. warmen Farben markiert die De- und Aktivierung einzelner HirnregionenSich einfach gehen zu lassen, könnte eine wichtige Voraussetzung für Kreativität sein. Zu diesem Schluss kommen zwei amerikanische Forscher nach einer kleinen Studie mit Jazzpianisten. Sobald diese improvisierten, deaktivierten sie eine Gehirnregion, die an der Ausübung von Selbstkontrolle beteiligt ist.

Improvisieren geht mit einer veränderten Gehirnaktivität einher. Grafik: Limb CJ und Braun AR, PLoS ONE, 3(2): e1679 Lesen

Grille hat Ebbe und Flut im Blut

27. Februar 2008


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Einen ganz besonderen Rhythmus hat die Mangrovengrille im Blut. Eine japanische Biologen hat ermittelt, dass das kleine Insekt immer dann in eine Art Starre verfällt, wenn in seinem Lebensraum die Flut aufläuft. So vermeidet es, von einem Ast zu fallen und zu ertrinken oder im Magen eines Fischs zu enden.

Mangrovengrillen, hier ein Weibchen, bringen es im ausgewachsenen Zustand auf 5 bis 7 Millimeter Körperlänge. Foto: Copyright Aya Satoh Lesen

Elektronischer Käselauscher

26. Februar 2008

Camenbert liegt zum Reifen im Käselagerraum Einen elektronischen Käseklopfer haben Grazer Forscher ersonnen. Das System analysiert den Klang eines Käselaibs, um damit auf dessen Reifezustand zu schließen. Auf diese Weise bekommen Käsemeister eine objektive, gegen Erkältungen und Schwankungen der Tagesform gefeite Entscheidungshilfe an die Hand.

Käse beim Reifen. Foto: Guillaume Dubé /iStockphoto
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Krill auf Tauchstation

25. Februar 2008

Foto: Blick auf Kopf-Brust-Region eines beinahe durchsichtigen Krills zeigt lange, feine Antennen, ein großes dunkles Auge, einen Magen mit grünlichem Inhalt, einem aus vielen Beinen mit Borsten gebildeten Fangkorb und dahinter eine Reihe von paddelförmigen Beinen; tiefschwarzer HintergrundDas “Brot der Wale” lässt sich in größere Tiefen absinken als bislang vermutet. Das haben britische Meeresforscher mit Hilfe eines ferngesteuerten Tauchroboters beobachtet. Häufig ausgedehnte Schwärme bildend, lassen sich Krill-Krebse demnach in bis zu 3 Kilometer Wassertiefe absinken.

Die vorderen Beinpaare des Krill bilden einen reusenartigen Fangkorb. Foto: Copyright British Antarctic Survey Lesen

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