Kurzmeldungen am Freitag, 25.1.08

25. Januar 2008 20:25 Drucken

kuenstlich erzeugtes Chromosom Heute in aller Kürze: US-Genetiker haben das Erbgut eines Bakteriums im Labor nachgebaut. Schotten wollen keinen Windpark. Amalgam-Füllungen sind für das kindliche Nervensystem ungefährlich. Und: Heute vor 253 Jahren.

Das künstlich erzeugte Bakterien-Chromosom.
Bild: J. Craig Venter Institute / Science

Das Chromosom eines Bakteriums haben Forscher um den US-amerikanischen Genetiker Craig Venter nachgebaut. Wie sie im Magazin “Science” berichten, gelang ihnen die Rekonstruktion des Bakteriums Mycoplasma genitalium, das Harnröhren-Entzündung auslöst. Es wurde ausgewählt, weil es mit nur rund 580.000 Basenpaaren über ein sehr kleines Erbgut verfügt. Ziel der Forscher ist es, das künstliche Chromosom in eine Zelle einpflanzen und so zum Leben zu erwecken – ein Schritt, dem allerdings noch viele Hürden im Weg stehen. Gelingt dies, wäre es theoretisch denkbar, künstliche Organismen zum Abbau von Giftmüll oder zur Produktion von Treibstoffen zu erschaffen. (Science)

Die schottische Isle of Lewis bleibt wahrscheinlich frei von Windrädern. Ein seit vier Jahren geplanter Windpark, der mit 181 Windturbinen eine der größten seiner Art in Europa hätte werden sollen, wird am Widerstand der Schotten scheitern. Das will die BBC aus Regierungskreisen erfahren haben. Das Großprojekt könne wertvolle Feuchtgebiete für Vögel unbewohnbar machen, hatten Naturschützer von der “Royal Society for the Protection of Birds” kritisiert und über 5.000 Einwendungen gegen den Windpark gesammelt. Die Betreiber in spe hatten dagegen mit der Schaffung von 400 Arbeitsplätzen während der Bauphase des 670 Mio-Euro-Projektes argumentiert. Das offizielle Aus werde innerhalb der nächsten zwei Wochen bekannt gegeben, so die BBC. (BBC)

Amalgam-Füllungen stellen keine Gefahr für die Entwicklung des kindlichen Nervensystems und Gehirns dar. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Universität Lissabon und der University of Washington gekommen. Sie hatten 507 portugiesische Kinder zwischen 8 und 12 Jahren in einer sieben Jahre dauernden Studie regelmäßig untersucht. Bei Kindern mit Zahnfüllungen aus Amalgam seien gegenüber einer Vergleichsgruppe keine Auffälligkeiten im zentralen Nervensystem gefunden worden, so das Fazit der Forscher. (American Dental Association)

Jahrestag: Heute vor 253 Jahren wurde in Moskau die erste Universität Russlands, die noch heute bestehende Lomonossow-Universität gegründet. (Wikipedia)

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