Kurzmeldungen am Donnerstag, 3.1.08
3. Januar 2008 22:23 Drucken
Heute in aller Kürze: Raupen, die wie Ameisen duften, lassen sich von diesen durchfüttern. Die Erwärmung der nördlichen Atmosphäre hat Einfluss auf das Tempo der arktischen Eisschmelze. 57 Prozent der Deutschen sind glücklich, will die Bertelsmann Stiftung per Umfrage herausgefunden haben. Und: Heute vor 45 Jahren.
Foto: David Nash /Science
Die Raupen des Ameisenbläulings nehmen den Geruch von Ameisen an und werden deshalb von den getäuschten Insekten wie eigener Nachwuchs versorgt. Die chemischen Grundlagen dieser bekannten Schmetterlings-Taktik konnten jetzt Zoologen der Universität Kopenhagen aufklären. Sie untersuchten an zwei verschiedenen Ameisenarten, wie diese sich täuschen lassen und sich damit selbst schwer schaden. Offenbar ist der Schmetterling um so erfolgreicher, je besser er den Geruch und die Oberfläche des Wirtes imitiert. Zwischen Schmetterlingen und Ameisen finde ein evolutionärer Wettkampf statt, sagen die Forscher: Passe sich der Schmetterling seinen Wirten zu gut an, veränderten diese Geruch und Hautstruktur, um sich wieder vom Fremdling zu unterscheiden. Das könne dazu führen, dass sich sogar zwei benachbarte Kolonien der gleichen Ameisenart fremd werden. Der Zusammenhang sei zu berücksichtigen, wenn der seltene Ameisenbläuling in einer Region wieder angesiedelt werden solle. (NatureNews/Science)
Die Eisschmelze in der Arktis geht nicht allein auf menschliche Einflüsse zurück. Schwedische Meteorologen berichten, dass es auch natürliche Ursachen gibt, welche Luftmassen über dem Nordpol erwärmen. Während die meisten Klimamodelle nur bodennahe Temperaturänderungen berücksichtigen, stellen die Schweden die Erwärmung in Luftschichten von über zwei Kilometern Höhe in den Mittelpunkt der Betrachtung. Nach ihren Berechnungen, die sich auf Satellitenmessungen der 80er und 90er Jahre stützen, transportieren Winde heiße Luft vom Äquator in die nördliche Atmosphäre. Dieser Energietransport sei ein wichtiger Faktor für das Tempo der Eisschmelze, so die Forscher. (Nature)
57 Prozent der Deutschen sind glücklich, nur fünf Prozent bezeichnen sich selbst als entschieden unglücklich, ermittelte TMS Emnid in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Während die Westdeutschen ihr Glück auf einer Skala von eins bis zehn mit 7,5 Punkten bewerten, vergeben die Ostdeutschen nur 6,9 Punkte. Die unter 30-Jährigen sollen mit 7,9 Punkten die glücklichste Altersgruppe sein. Die gleiche Punktzahl erreichen auch Beamte. Die eigene Gesundheit und die Gesundheit der Familie (87 Prozent) sowie das Aufwachsen in einem intakten Elternhaus (74 Prozent) sollen die beiden wichtigsten Faktoren für das Glücksempfinden der Deutschen sein. Ebenfalls hoch im Kurs unter den wichtigsten Quellen persönlichen Glücks: Freunde (64 Prozent), Partnerschaft (63 Prozent) und ein Arbeitsplatz (56 Prozent). Befragt wurden insgesamt 1004 Personen ab 14 Jahre. (Ergebnisse der Umfrage als PDF)
Jahrestag: Heute vor 45 Jahren endete das Schwarz-weiß-Sehen: In Hannover wurde erstmals das PAL-Farbfernsehsystem vorgestellt. (Wikipedia)




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