Kurzmeldungen am Dienstag, den 18.12.07
Dienstag, 18. Dezember 2007, 15:49 • Rubrik Nachrichten.
Heute in aller Kürze: Eine Armbanduhr mit eingebauter Insulin-Pumpe könnte Diabetikern das Leben erleichtern. Ausgrabungen am Tempel des Amun-Re erlauben neue Einblicke in das Leben im antiken Ägypten. Ein neues US-amerikanisches Spionage-Flugzeug soll sich Elektrizität aus Überlandleitungen stehlen. Und: Heute vor 95 Jahren.
Armbanduhr mit Insulin-Pumpe. Foto: ESA
Diabetiker, die sich regelmäßig Insulin spritzen müssen, könnten die lästige Aufgabe schon bald ihrer Armbanduhr überlassen. Das schlägt eine Braunschweiger Design-Studentin vor, die eine Armbanduhr mit integrierter Insulin-Pumpe entworfen hat. Die Uhr enthält einen Vorrat Insulin, der für zwei bis drei Wochen reicht. Das Insulin gelangt über einen Schlauch zu einer kleinen Nadel, die unter die Haut gestochen wird. Der kontinuierliche Zufluss soll herkömmliche Spritzen ersetzen, so das Konzept. Nebenbei misst die Uhr auch den Blutzucker. Ihre Betriebsenergie bezieht sie aus integrierten piezoelektrischen Wandlern, die ursprünglich für europäische Raumfahrtprojekte entwickelt wurden. Ein Hersteller, der die Uhr namens COR vermarktet, wird noch gesucht. (Film und Fotos bei der ESA)
Am Fuße des Tempels des Amun-Re haben ägyptische Archäologen zufällig bisher unbekannte Bauten entdeckt: Sie fanden neben hunderten Bronzemünzen die Überreste zeremonieller Bäder, welche Besucher vor Betreten der Anlage benutzten, sowie eine Rampe zum Nil, über die vermutlich nur der Pharao den Tempelbereich betreten durfte. Wandmalereien deuten auf einen Baubeginn vor rund 3.000 Jahren hin. Die Lage des Gebäudes sowie Ablagerungen an den Außenmauern erlauben nach Meinung der Forscher den Rückschluss, dass der Nil einst dicht an den Tempelanlagen vorbei floss. Der Tempel des Amun-Re ist Teil der großen Karnak-Tempelanlage drei Kilometer nördlich von Luxor. (National Geographic)
Kleine Spionage-Flugzeuge sollen Strommasten anfliegen, um auf Überlandleitungen ihre Batterien aufzuladen. Das sieht ein Konzept des “US Air Force Research Lab” vor. Die Entwickler konstruierten einen fernsteuerbaren Flieger mit einem Meter Spannweite, der bei Bedarf auf Stromleitungen landen kann. Während er seinen Akku lädt, kann er die Flügel hängen lassen und sich als vom Wind heran getragener Abfall tarnen. Gegenüber dem “New Scientist” zweifelten Ingenieure allerdings an der Praxistauglichkeit des Fliegers und erinnerten daran, dass schon abstürzende Drachen genügen können, um Stromleitungen zusammenbrechen zu lassen. Der fliegende Spion werde durch die von ihm verursachten Störungen womöglich seinen Auftrag verraten. (New Scientist)
Jahrestag: Heute vor 95 Jahren wurden Knochen des Piltdown-Menschen vor der Geological Society of London präsentiert. Der Fund dieses angeblichen Frühmenschen entpuppte sich erst 41 Jahre später, im Jahr 1953, als Fälschung. (Wikipedia)
Möchten Sie den Beitrag bewerten?
Empfehlen Sie den Text weiter!
Drucken






Neueste Kommentare