Kurzmeldungen am Montag, 17.12.07

17. Dezember 2007 18:33 Drucken

Rekonstruktion einer peruanischen Mumie, Universität Zürich Heute in aller Kürze: Schweizer Forschern gelingt mit Hilfe der Magnetresonanztechnik eine detailliertere Analyse von Mumien. Der Meeresspiegel stieg einst um 1,60 Meter in 100 Jahren. In Indonesien wurden eine bisher unbekannte Riesenratte und ein neues Beuteltier entdeckt. Und: Heute vor 104 Jahren.

Magnetresonanz-basierte Teilrekonstruktion einer peruanische Mumie, ca. 1100 n. Chr. Bild: UZH

Antike Mumien können mit Hilfe der Magnetresonanztechnik (MRI) künftig noch genauer und ohne Beschädigung untersucht werden. Das berichtet ein schweizerisch-deutsches Forscherteam vom Anatomischen Institut der Universität Zürich. Dank neuartiger Software müssen trockene Mumien nicht mehr befeuchtet werden, um Gewebe und Einbalsamierungssubstanzen zu analysieren. Entsprechende Tests wurden bereits an ägyptischen und peruanischen Mumien und Mumienteilen vollzogen. Die Forscher hoffen, durch die Untersuchung mumifizierter Weichteile die Lebensbedingungen der Vorzeit und die evolutionäre Entwicklung heutiger Krankheiten besser studieren zu können. (Universität Zürich)

Der Meeresspiegel stieg während der letzten Warmphase unseres Planeten (vor circa 124.000 bis 119.000 Jahren) in einer sehr kurzen Zeit um 1,60 Meter an. Dieser Vorgang erfolgte innerhalb von 100 Jahren, berichten Forscher der Universitäten Tübingen, Southampton, Cambridge und New York. Durch das Abschmelzen von Grönland- und Antarktis-Eis habe der Meeresspiegel einen höchsten Stand von circa sechs Metern über dem heutigen erreicht, so die Forscher. Die damalige Zunahme sei etwa zweimal so hoch wie das geschätzte Maximum des Berichts des Weltklimarats der Vereinten Nationen (IPCC-Bericht) zum Klimawandel, so die Forscher, und biete ein mögliches Szenario, das im Extremfall eintreten könne. Die Wissenschaftler schränken aber gleichzeitig ein, es gebe bis heute keine zufriedenstellenden Daten, die den Meerespiegelanstieg in seiner vollen Komplexität erfassen und erklären könnten. (Universität Tübingen)

Die indonesischen Regenwälder sind immer für Entdeckungen gut. Eine Expedition im Auftrag von “Conservation International” stieß jetzt in der Region Papua in den Foja Mountains auf zwei bislang unbekannte Säugetierarten: ein extrem kleines Beuteltier (Cercartetus pygmy possum) und die Mallomys Riesenratte, die es auf die fünffache Größe herkömmlicher Ratten und ein Gewicht von 1,4 Kilogramm bringt. Der Regenwald der Region Papua erstreckt sich über eine Fläche von 42 Millionen Hektar und gehört zu den größten ursprünglichen Regenwäldern der Welt. Seit der ersten Expedition im Jahr 2005 konnten die Forscher dort Dutzende Neuentdeckungen in Flora und Fauna nachweisen. (New Scientist, Conservation International Diashow)

Jahrestag: Heute vor 104 Jahren hoben die Gebrüder Wright zum ersten gesteuerten Motorflug ab. Orville Wright schaffte mit dem Flugzeug „Flyer“ einen ersten 12 Sekunden-Flug von 37 Metern. Bruder Wilbur legte am selben Tag in 59 Sekunden 260 Meter Flugstrecke zurück. (Wikipedia)

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