Kurzmeldungen am Dienstag, 11.12.07
11. Dezember 2007 22:37 Drucken
Heute in aller Kürze: Das Tempo der menschlichen Evolution hat sich beschleunigt. In Sibirien und Alaska ging vor 35.000 Jahren ein Schauer kosmischer Teilchen nieder, dessen Spuren sich heute in fossilen Knochen finden. In Spanien sind Forscher auf einen “Saurierfriedhof” mit rund 8.000 Fossilien gestoßen. Und: Heute vor 35 Jahren.
Bild: PDImages.com
Die Evolution des Menschen ist im Widerspruch zu manchen Theorien nicht langsamer geworden, ganz im Gegenteil: Das Erbgut des Menschen verändert sich mit zunehmender Schnelligkeit. In den letzen 5.000 Jahren haben sich mindestens 7 Prozent unserer Gene verändert, was einem rund 100 mal schnelleren Tempo entspricht als in jedem beliebigen Zeitraum zuvor. Das ermittelten Genetiker der University of Utah in Salt Lake City durch Erbgut-Vergleiche von 270 Menschen aus aller Welt, deren Daten im Rahmen des so genannten “HapMap Project” gesammelt worden waren. Die Forscher glauben, die Bevölkerungsexplosion auf der Erde sei die Ursache für den DNA-Wandel: mehr Menschen bedeuteten mehr Mutationen und begünstigten die genetische Vielfalt. (ScienceNow)
Die Tierwelt Sibiriens und Alaskas wurde vor rund 35.000 Jahren von einem Regen kosmischer Materie heimgesucht. Die Teilchen verletzten Bison und Mammut und schlugen teilweise bis auf deren Knochen durch, berichten Forscher vom Lawrence Berkeley National Laboratory. Sie konnten an fossilen Knochen zahlreiche Spuren der etwa ein Millimeter kleinen Einschläge nachweisen. Diese waren offenbar nicht tödlich, denn die Knochen wuchsen um die Verletzungen herum weiter. Auf dem nordamerikanischen Kontinent waren wiederholt Ablagerungen aus feinen Glas- und Kohlenstoff-Splittern gefunden worden, die auf Hagel kosmischer Materie hindeuten. Derartige Ereignisse könnten auch Schwankungen bei verschiedenen Tierpopulationen erklären, meinen die Forscher. (BBC)
Ein bisher unbekannter “Saurierfriedhof” im Osten Spaniens liefert Paläontologen Überreste von mindestens acht verschiedenen Dino-Arten. Insgesamt finden sich in der im letzten Juni entdeckten Stätte etwa 8.000 verschiedene Fossilien. Wie ein Forscher der Universität Madrid bekannt gab, sollen die Funde rund 70 Millionen Jahre alt sein. Drei verschiedene Vertreter aus der Gruppe der Titanosauria habe man bereits identifizieren können. Vermutlich sei der “Friedhof” entstanden, als sich die Kadaver der toten Tiere in einem Flussbett aufstauten. Die Bergungsarbeiten sollen bis ins Frühjahr hinein dauern. (National Geographic)
Jahrestag: Heute vor 35 Jahren landete die Besatzung der Apollo 17-Mission auf dem Mond. Die Astronatuen Eugene Cernan und Harrison Schmitt erkundeten diverse Krater und sammelten Gesteinsproben und verließen am 14. Dezember 1972 als bis heute letzte Menschen die Mondoberfläche. (Wikipedia)




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