Kurzmeldungen am Montag, den 3.12.07

3. Dezember 2007 16:45 Drucken

Gasblase im Orionnebel Heute in aller Kürze: Im Orionnebel “versteckt” sich eine riesige Gasblase. Lecks in Wasserleitungen soll ein neuer Sensor aufspüren. Hadrosaurier rannten wohl schneller als bisher vermutet. Und: Heute vor 40 Jahren.

Gasblase (blau eingefärbt) im Orionnebel. Bild: AAAS/Science

Im Orionnebel haben schweizer Astronomen eine neue heiße Gasblase entdeckt, die einen großen Teil des Nebels ausfüllt. Der Nebel selbst hat einen Durchmesser von ca. 25 Lichtjahren; die Blase darin ist etwa 10 Lichtjahre groß. Sie ist südwestlich des Trapeziums, einem optischen Mehrfachstern im Orionnebel, zu erkennen. Die Blase besteht aus sehr dünnem heißem Plasma, das eine geringe Dichte an Ionen aufweist und deshalb für Strahlen durchlässig ist. Aufgespürt wurde die Blase, weil sie Röntgenstrahlung aussendet, die mit dem ESA-Satelliten XMM-Newton nachweisbar ist. Während eine ältere Theorie derartige Gasblasen vermutete, haben bisherige Beobachtungen nahegelegt, dass solche Gase nur von Supernovae oder von großen Gruppen massiver Sterne und deren Sternwinden erzeugt werden. Die Entdeckung führe zu grundsätzlich neuen Überlegungen, wie Galaxien aus solchen Gasblasen und Gasströmen zusammengesetzt seien, meinen die Forscher. (ETH Zürich)

Bis zu 40 Prozent des Frischwassers kommt nicht in unseren Wasserhähnen an, sondern versickert durch undichte Leitungen im Boden. Die Lecks könnten künftig mit Sensoren aufgespürt werden, die Fraunhofer-Forscher aus Itzehoe gemeinsam mit italienischen Kollegen entwickelt haben. Herzstück der Sensorsen sind zwei Heizdrähte, die hintereinander auf einer dünnen Membran sitzen. Elektrischer Strom, der durch die Drähte fließt, erhitzt sie auf eine konstante Temperatur. Durch kaltes, strömendes Wasser entstehen geringe Temperaturschwankungen bzw. ein unterschiedlicher Stromverbrauch zum Aufheizen der beiden Drähte. Dadurch lässt sich die Geschwindigkeit des Wassers ermitteln sowie die Wassermengen, die durch die Leitungen strömen. 70 Prototypen wurden jetzt in Pisa in Wasserleitungen eingebaut. Dort sollen sie einige Monate messen, wie viel Wasser durch die Kanäle strömt und wo es verloren geht. Die Ergebnisse lassen sich per Handy oder Funk abfragen. (Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT)

Hadrosaurier, wegen ihrer abgeflachten Schnauzen auch als Entenschnabelsaurier bekannt, waren wohl muskulöser und dadurch schneller als bisher gedacht. Darauf deutet eine versteinerte Saurier-”Mumie” hin, deren gut erhaltenes Muskelgewebe jetzt erstmals analysiert werden konnte. Der 67 Mio. Jahre alte Saurier “Dakota” wurde schon 1999 im US-Bundesstaat North Dakota gefunden. Doch erst Untersuchungen mit Hilfe eines Computertomographen erlauben nun Rekonstruktionen der Muskelmasse des 12 Meter langen Tieres. Demnach saßen am Hinterteil wohl 25 Prozent mehr Muskeln als angenommen. Sie sollen den Saurier zu einem 45 Stundenkilometer schnellen Läufer gemacht haben, schätzen die Forscher. Zum Vergleich: Tyrannosaurus rex kam “nur” auf 32 Stundenkilometer. (National Geographic, Hadrosaurier)

Jahrestag: Heute vor 40 Jahren gelang dem südafrikanischen Chirurgen Christiaan Barnard in Kapstadt die erste Herztransplantation bei einem Menschen. Louis Washkansky erhielt erfolgreich das Herz eines 25-jährigen Unfallopfers eingesetzt. Er verstarb aber trotzdem 18 Tage später an einer Lungenentzündung. (Wikipedia)

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