Kurzmeldungen am Dienstag, 27.11.07

27. November 2007 13:46 Drucken

Energiesparlampe_120 Heute in aller Kürze: Britische Haushalte könnten ihren Ausstoß von Kohlendioxid um bis zu 80 Prozent senken. Mexiko lockt Touristen mit Schmetterlingen. Ein neues Internetportal will trauernden Eltern helfen, deren Kind tot geboren wurde. Und: Heute vor 112 Jahren.

Energiesparlampe. Foto: JKM Archiv

In britischen Häusern steckt noch viel Energiespar-Potenzial, ergab eine Studie der Universität Oxford. Der durchschnittliche Haushalt könnte demnach seine jährlichen Kosten um 425 Pfund (593 Euro) senken. Dies sei durch bessere Isolierungen und energiesparende elektrische Geräte zu erreichen. Die technischen Möglichkeiten gebe es längst, es fehlten bisher aber die Anreize zur Anwendung. Bis zum Jahr 2050 könnten die Kohlendioxid-Emissionen aus Haushalten um die 80 Prozent gesenkt werden, glauben die Forscher. Als nationales Ziel hat die britische Regierung eine Senkung um 60 Prozent ausgegeben. (BBC)

Mexiko entdeckt seine Monarchfalter als Touristenattraktion. Der Schutz der Schmetterlinge lohne sich finanziell, sagt Mexikos Präsident Felipe Calderón und startet eine 4,6 Mio. Dollar schwere Werbekampagne für den Besuch mexikanischer Biosphären-Reservate. Das Geld aus dem Tourismus werde die Bevölkerung von der illegalen Abholzung der Wälder abhalten, so der Hintergedanke des Projektes. Die Monarchfalter fliegen zu Tausenden jedes Jahr aus Nordamerika in ihre 50.000 Hektar großen mexikanischen Winterquartiere. Die Tourismus-Kampagne zeige bereits Erfolge, sagen der “World Wildlife Fund” und der “Mexican Fund for Nature Conservation”: Illegale Rodungen hätten schon um fast die Hälfte abgenommen. (National Geographic)

Eltern, die eine Todgeburt verarbeiten müssen, können Hilfe über ein neues Internetportal suchen. Das Projekt entstand am Universitätsklinikum Münster, wo Psychotherapeuten eine Arbeitsgruppe zum Thema Trauerforschung gegründet haben. Das Behandlungskonzept besteht aus regelmäßigen Schreibtherapiesitzungen. Nach einem festgelegten Plan bekommen die teilnehmenden Eltern fünf Wochen lang jeweils zwei Aufgaben gestellt, die sie in mindestens 45 Minuten schriftlich beantworten müssen. Die Essays dieser Sitzungen werden per Internet an die Therapeuten geschickt und innerhalb eines Tages beantwortet. “Unsere Internetberatung ersetzt keine herkömmliche Therapie”, betont Projektleiterin Anette Kersting. Und auch nicht jeder könne von dem Angebot der psychiatrischen Klinik Gebrauch machen. Menschen, die selbstmordgefährdet seien oder an schweren Depressionen litten, gehörten zum Beispiel dazu. Hier seien die herkömmlichen Therapieangebote vorzuziehen. (Internettherapie-trauernde-eltern.de)

Jahrestag: Heute vor 112 Jahren unterzeichnete Alfred Nobel sein Testament, in dem er sein Vermögen einer Stiftung vermachte, die jeweils an Nobels Todestag – dem 10. Dezember – die Nobelpreise vergibt. (Wikipedia)

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