Sport hält die Venen offen
23. November 2007 17:04 Drucken
Wer Sport treibt, beugt damit einer Venenthrombose vor, bestätigt eine Studie niederländischer Mediziner. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, wie stark man den Kreislauf auf Touren bringt – Hauptsache, man tut es mindestens einmal pro Woche.
Foto: NIH-National Institute of Aging
Die Resultate seien besonders für ältere Menschen interessant, schreibt die Gruppe um Frits Rosendaal vom Universitätsklinikum Leiden im “Journal of Thrombosis and Haemostasis”. Bei diesem Personenkreis könne sehr intensive körperliche Aktivität die Bildung von Blutgerinnseln sogar begünstigen.
Rosendaal und Kollegen verschickten Fragebögen an 3.608 Patienten, bei denen erstmals eine Venenthrombose bzw. eine Lungenembolie aufgetreten war, und an 4.252 Kontrollpersonen. Von ersteren berichteten knapp 32 Prozent, von letzteren dagegen knapp 40 Prozent über regelmäßige sportliche Betätigung.
Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren schätzen die Forscher, dass Sport das Thromboserisiko bei Frauen um 39 Prozent und bei Männern um 22 Prozent verringert. Für Frauen, die nicht schwanger waren und auch keine Hormone zur Empfängnisverhütung bzw. zur Milderung von Wechseljahrbeschwerden nahmen, ergab sich sogar eine Risikominderung um 55 Prozent.
Forschung: Karlijn J. van Stralen, Saskia le Cessie, Frits R. Rosendaal und Carine J.M. Doggen, Klinische Epidemiologie und Medische Statistiek en bio-informatica, Leids Universitair Medisch Centrum, Leiden
Veröffentlichung Journal of Thrombosis and Haemostasis, Vol. 5(11), pp 2186-92, DOI 10.1111/j.1538-7836.2007.02732.x
WWW:
Leids Universitair Medisch Centrum
- MEGA Study
Deutsche Gesellschaft für Phlebologie
- Venen-Wissen




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