Kurzmeldungen am Mittwoch, 31.10.07
31. Oktober 2007 | Druckversion
Heute in aller Kürze: Dinosaurier könnten an Gasvergiftungen gestorben sein. Die Abholzung der Tropenwälder setzt den ältesten Tierarten am stärksten zu. Kinder essen zu viel Fertiggerichte, meinen Ernährungsforscher der Uni Bonn. Und: Heute vor 50 Jahren.
Foto: Scienceticker
Das große Dino-Sterben vor 65 Mio. Jahren wurde womöglich nicht durch den Einschlag eines Meteoriten, sondern durch vulkanische Gasausbrüche ausgelöst. Diese These hat jetzt eine Forschergruppe um Gerta Keller von der Princeton University in New Jersey aufgestellt. Das Team beruft sich auf geologische Untersuchungen in Indien, die Lavaströme von hunderten Kilometer Länge belegen. Fossiles Plankton zwischen den Lavaschichten erlaube die Datierung der Ausbrüche, belege deren Auswirkungen auf das Klima und zeige ihre Verbindung zum Massensterben, so die Forscher. Der Ausstoß an Schwefeldioxid und Kohlendioxid während der Vulkanausbrüche übersteige das Aufkommen dieser Stoffe während des Meteoriteneinschlags um das Zehnfache. Die Vertreter der Einschlagstheorie bezweifeln die neuen Berechnungen. (NatureNews)
Je länger eine Tierart existiert, um so sensibler reagiert sie auf Veränderungen ihres Lebensraumes. Diesen Zusammenhang meint ein indonesischer Forscher an Säugetieren auf Borneo nachweisen zu können. Vergleichsweise “junge” Arten arrangierten sich demnach noch am ehesten damit, dass die Rodung der Wälder ihren Lebensraum verkleinere. Weniger flexibel seien aber Arten, die schon über 5 Mio. Jahre auf Borneo lebten – zu einer Zeit, in der das Klima im Südosten Asiens noch deutlich wärmer und feuchter gewesen sei. Seitdem habe es einen Trend zu Trockenheit und Fragmentierung von Lebensräumen gegeben, der die ältesten Arten bereits unter Druck setze. Die Abholzung der Regenwälder träfe sie daher doppelt hart. (ScienceNow)
Fertiggerichte stehen bei den meisten deutschen Kinder mindestens jeden dritten Tag auf dem Speiseplan. Das hat das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) der Universität Bonn ermittelt. 550 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 18 Jahren mussten drei Tage lang aufführen, was sie genau gegessen hatten. 86 Prozent gaben dabei an, mindestens ein Fertiggericht zu sich genommen zu haben. Bei jedem fünften Kind landete sogar täglich mindestens eine Fertigmahlzeit auf dem Teller. Mahlzeiten aus der Dose oder Tiefkühltruhe seien meist zu fett und enthielten häufiger Zusätze wie Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker, kritisieren die Forscher. Ihr Vorschlag: Fertiggerichte sollten mit frischen Zutaten “veredelt” werden, Obst als Zwischenmahlzeit sollte die Ernährung ergänzen. (FKE)
Jahrestag: Heute vor 50 Jahren wurde der erste deutsche Forschungsreaktor, das “Atom-Ei” in Garching bei München, in Betrieb genommen. (Homepage)



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