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Gold: Nuggets werden in der Tiefe groß

Montag, 15. Oktober 2007, 12:44 • Rubrik Chemie, Geologie.

Der Fund eines Goldklümpchens reicht aus, um Menschen um den Verstand zu bringen und wahre Völkerwanderungen auszulösen. Die kostbaren Nuggets wachsen jedoch nicht nahe der Erdoberfläche zu ihrer teils beeindruckenden Größe heran, lassen Untersuchungen australischer Geologen vermuten. Vielmehr scheinen die Nuggets tief in der Erdkruste “gebacken” zu werden.

Foto: Unregelmäßig geformter Goldklumpen von etwa 25 Breite und  12 Zentimetern Höhe, Maßstabsschild '5 cm'

Nuggets wie dieser gut 8 Kilogramm schwere Riese sind vermutlich tief in der Erdkruste groß geworden. Foto: CSIRO

“Bislang wurde angenommen, dass Nuggets sich an ihrem Fundort gebildet haben, entweder ausgefällt aus Lösungen oder erwachsen aus dem Wirken von Mikroben”, erklärt Robert Hough von der australischen Forschungsorganisation CSIRO. “Die kristalline Struktur und der Silbergehalt aller von uns studierten Nuggets zeigt jedoch, dass sie bei hohen Temperaturen entstanden sind.”

Mikroskopaufnahme zeigt ein Gefüge unterschiedlicher heller FelderHough und Kollegen untersuchten mehr als 30 Nuggets, die in Australien gefunden worden waren. Unter anderem zersägten sie einen über 8 Kilogramm schweren Klumpen, um dessen innere Struktur studieren zu können. Alle Nuggets bestehen demnach aus einem Verbund von Gold-Silber-Kristallen, die Temperaturen von mindestens 250 Grad Celsius erfahren haben müssen, berichtet die Gruppe im “Australian Journal of Earth Sciences”.

Unter dem Mikroskop offenbart ein aus dem 8-Kilogramm-Nugget herausgeschnittenes Scheibchen dessen polykristalline Struktur. Foto: CSIRO

“Da solche Temperaturen nicht an der Oberfläche auftreten, müssen die Nuggets aus großen Tiefen stammen”, so Hough weiter. Erst durch geologische Prozesse und die Verwitterung des umgebenden Gesteins seien die Goldklumpen über Jahrmillionen bis nahe an die Erdoberfläche gelangt. Die neuen Resultate seien für die Praxis von großer Bedeutung, da sie bei der Suche nach potenziellen Lagerstätten helfen könnten.

Forschung: Robert M. Hough, CSIRO Exploration and Mining, Kensington, Western Australia; und andere

Veröffentlichung Australian Journal of Earth Sciences, Vol. 54(7), pp 959-64, DOI 10.1080/08120090701488289

WWW:
CSIRO Exploration and Minerals
Gold

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