Selene: Mondprinzessin am Ziel
5. Oktober 2007 |
Die japanische Mondsonde Selene hat ihr Ziel erreicht. Gebremst durch eine kurze Zündung ihres Manövriertriebwerks, schwenkte die Sonde in der Nacht zum Donnerstag in eine elliptische Umlaufbahn um den Erdtrabanten ein. In den kommenden Monaten soll sie den Mond ausführlich kartieren und helfen, seine Entwicklung zu verstehen.
Die “Mondprinzessin” und ihre Schwesterchen am Ziel. Illustration: Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA)
Selene, kurz für “Selenological and Engineering Explorer”, war am 14. September gestartet worden. Neben dem Namen der griechischen Mondgöttin trägt sie den Spitznamen Kaguya nach der Mondprinzessin in einem alten japanischen Märchen. Die Mission umfasst eine gut zweieinhalb Tonnen schwere Hauptsonde und zwei kleine Satelliten zu Vermessungs- und Kommunikationszwecken.
Die beiden Subsatelliten werden in den nächsten Tagen von der Hauptsonde ausgesetzt, indem sich diese allmählich in eine kreisförmige, gut 100 Kilometer hohe Umlaufbahn über die Pole des Mondes manövriert. Von dieser Bahn aus soll sie ein Jahr lang mit einem wahren Arsenal an Instrumenten mehr über die Struktur und Zusammensetzung des Mondes, über sein Schwere- und Magnetfeld und seine dünne Ionosphäre in Erfahrung bringen. Das Programm umfasst auch die Fahndung nach möglichen Eisvorkommen, wie sie einige Forscher in tiefen, polnahen Kratern vermuten. Solche Vorkommen könnten eine wertvolle Ressource für künftige Mondstationen darstellen.
Nicht zuletzt vermeldet die japanische Weltraumagentur JAXA die erfolgreiche Zustellung der Botschaften von mehr als 410.000 Menschen. Deren Namen und gute Wünsche waren in zwei Platten an der Außenhaut der Sonde eingraviert worden.
WWW:
Selene-Homepage, JAXA
- “Wish upon the Moon!” Campaign
The Moon
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