Kurzmeldungen am Donnerstag, 4.10.07
Donnerstag, 4. Oktober 2007, 13:30 • Rubrik Nachrichten.
Heute in aller Kürze: In den USA wurde ein bisher unbekannter Hadrosaurier mit beeindruckendem Gebiss gefunden. Eine neue Scan-Technik macht verwitterte Inschriften lesbar. Der Wirkstoff Capsaicin aus Chilischoten lässt sich als lokal wirksames Schmerzmittel einsetzen. Und: Heute vor 50 Jahren.
Gryposaurus monumentensis, Zeichnung: Larry Felder
Einen neuen Entenschnabeldinosaurier (Hadrosaurier) haben zwei Forscher im US-Bundestaat Utah entdeckt. Die fossilien Überreste des 75 Mio. Jahre alten Tieres konnten im Grand Staircase-Escalante National Monument geborgen werden. Der “Gryposaurus monumentensis” getaufte neun Meter lange Saurier besaß einen harten Schädel und eine große Schnauze mit 300 Zähnen. Zusätzlich saßen weitere 500 Zähne im Kiefer, die bei Bedarf schnell nachwachsen konnten. Damit war das aufrecht gehende Tier ein idealer Pflanzenfresser, der so ziemlich jede Grünkost zermahlen konnte. Während der Bergung des Fundes stießen die Forscher nebenbei auf Spuren von zwanzig bisher unbekannten Pflanzenarten. (Zoological Journal of the Linnean Society)
Verwitterte Inschriften auf Grabsteinen können mit Hilfe von 3D-Scans gelesen werden. Eine entsprechende Bildverarbeitung haben Forscher der Carnegie Mellon University entwickelt. Ihr Programm kann besser als das menschliche Auge unterscheiden, welche Vertiefungen auf Steinoberflächen auf natürliche und künstliche Einflüsse zurückgehen. In einer angeschlossenen Datenbank wird zudem automatisch nach vergleichbaren Schriftzeichen und Symbolen gesucht. Ihre Oberflächenanalyse sei auch für industrielle oder medizinische Zwecke geeignet, glauben die Forscher. (BBC, Carnegie Mellon)
Capsaicin aus Chilischoten könnte den Einsatz lokal wirksamer Schmerzmittel ermöglichen und Betäubungsmittel ersetzen, die das ganze Nervensystem lahmlegen. Wie US-amerikanische Forscher berichten, kann eine Kombination aus Capsaicin und dem Schmerzwirkstoff QX-314 gezielt nur auf Schmerzrezeptoren einwirken. QX-314 ist ein Molekül, das zu groß ist, um in Nervenzellen einzudringen. Versuche mit Ratten zeigten jetzt aber, dass Capsaicin dem Molekül den Zugang zu Schmerzrezeptoren eröffnet und dabei alle anderen Zellen des Nervensystem unbehelligt lässt. Sollte die Technik auch beim Menschen anwendbar sein, könnten etwa Patienten ihre Operation bei vollem Bewusstsein miterleben. (Harvard University)
Jahrestag: Heute vor 50 Jahren wurde mit dem sowjetischen Sputnik 1 (zu deutsch “Weggefährte”) der erste Satellit ins All geschossen. Die Kugel mit 58 Zentimeter Durchmesser enthielt nur einen Drucksensor, Temperaturmessfühler und zwei kleine Sender, deren Piepsen von Funkempfängern auf der ganzen Welt empfangen werden konnte. Die Batterien von Sputnik 1 hielten allerdings nur 21 Tage lang. Auf einer elliptischen Bahn umkreiste der Satellit etwa 1.400 Mal die Erde und verglühte dann in der Atmosphäre. Den westlichen Staaten versetzte der kleine Flieger einen Schock, weil den sowjetischen Ingenieuren der technische Vorsprung nicht zugetraut worden war. (Wikipedia)
Möchten Sie den Beitrag bewerten?
Empfehlen Sie den Text weiter!
Drucken






Neueste Kommentare