Erstes Osmosekraftwerk wird gebaut

4. Oktober 2007 13:02 Drucken

Statkraft-Osmose-Kraftwerk Der norwegische Energiekonzern Statkraft hat den Bau eines neuartigen Kraftwerks beschlossen. An einer Flussmündung im Oslofjord will das Unternehmen den Prototyp eines Osmosekraftwerks errichten. Ein solches Kraftwerk nutzt den unterschiedlichen Salzgehalt von Fluss- und Meerwasser zur Erzeugung elektrischen Stroms.

Illustration: Statkraft

Der Prototyp werde nach seiner Fertigstellung im Jahr 2008 eine eher bescheidene Leistung von 2 bis 4 Kilowatt liefern, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Weitere technische Fortschritte vorausgesetzt, könnten in wenigen Jahren jedoch Kraftwerke mit einer Leistung im Megawatt-Bereich entstehen. In Norwegen mit seiner langen Küstenlinie könnten solche Anlagen ein Zehntel des Strombedarfes decken.

Werden Verbindungen wie Salz oder Zucker in Wasser gelöst, üben deren Teilchen eine Anziehungskraft auf Wassermoleküle aus. Dieser Effekt wird in einem Osmosekraftwerk genutzt, indem Flusswasser und Meerwasser nebeneinander durch Röhren fließen und dabei durch eine Membran getrennt sind, die lediglich für Wasser passierbar ist. Indem es die Wassermoleküle aus dem Süßwasser in das Salzwasser zieht, steigt der Druck im Salzwasserkreislauf und kann zum Antreiben einer Turbine genutzt werden.

Solche Kraftwerke wurden bereits vor Jahrzehnten vorgeschlagen, bislang fehlte es jedoch an geeigneten Membranen. Im Rahmen des EU-Projekts “Salinity Power” hat Statkraft gemeinsam mit Forschern aus Portugal, Skandinavien und Deutschland Membranen entwickelt, mit denen eine elektrische Leistung von etwa 3 Watt pro Quadratmeter Membranfläche erzielt werden kann. Wettbewerbsfähig sind Osmosekraftwerke ab einem Wert von etwa 5 Watt pro Quadratmeter.

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Osmose
Osmosekraftwerk – Die Mischung machts
Wasser ist nicht nur zum Waschen da …
Salinity Power

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