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Kurzmeldungen am Donnerstag, 27.9.07

27. September 2007 |

Nasa_Erde Heute in aller Kürze: Unser Planet verdankt sein Leben dem Mineral Majorit. Die Alkoholmenge, nicht die Art des Getränks, erhöht das Risiko für Brustkrebs. Biologen haben aufgedeckt, wie die Schwarzmund-Grundel fremde Gewässer erobert. Und: Heute vor 185 Jahren.

Unsere Erde – ein blauer Planet dank Majorit? Bild: NASA

Dem Mineral Majorit könnte unser Planet sein Leben verdanken, sagen Wissenschaftler der Universität Bonn. Das Majorit kommt normalerweise nur in mehreren hundert Kilometern Tiefe unter hohen Drücken und Temperaturen vor. Unter diesen Bedingungen kann es ursprünglich in Eisenoxid gebundenen Sauerstoff aufnehmen und wie in einem “Fahrstuhl” an die Oberfläche transportieren. In der Nähe der Erdoberfläche zerfällt es; der Sauerstoff wird frei und verbindet sich mit Wasserstoff aus dem Erdinnern zu Wasser. Ohne den “Sauerstoff-Fahrstuhl” wäre die Erde vermutlich ein lebensfeindlicher Wüstenplanet, schätzt der Bonner Forscher Arno Rohrbach: “Planeten unter einer gewissen Mindestgröße haben nach unseren Ergebnissen kaum eine Chance, eine stabile wasserreichen Atmosphäre zu bilden. Der Druck im Erdmantel reicht bei ihnen einfach nicht aus, um genügend Sauerstoff im Gestein zu speichern und an der Oberfläche wieder abzugeben.” (Uni Bonn, Nature)

Das Brustkrebs-Risiko kann durch Alkoholkonsum steigen. Doch nicht die Art des alkoholischen Getränks, sondern allein die Menge gibt den Ausschlag. Drei oder mehr Drinks am Tag seien genauso gefährlich wie eine tägliche Schachtel Zigaretten, sagt der US-amerikanische Forscher Arthur Klatsky vom “Kaiser Permanente Medical Care Program”. Ob Wein, Bier oder Likör getrunken würden, sei dagegen gleichgültig. Der Forscher beruft sich auf eine Langzeitstudie mit über 70.000 Frauen. Klatsky stellte seine Ergebnisse heute auf der Krebs-Fachtagung ECCO In Barcelona vor. (ECCO)

Seit die Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus) in die fünf Großen Seen an der Grenze Kanadas zu den USA eingewandert ist, bedroht sie deren natürlichen Fischbestand. Die Grundel ernährt sich bevorzugt von Fischeiern und hat seit ihrem ersten Auftreten im Jahr 1990 großen Schaden angerichtet. Da sie ausschließlich am Grund der Seen lebt, schien die These, sie sei über Schiffstanks eingeschleppt worden, lange Zeit zweifelhaft. Jetzt fanden US-amerikanische Biologen heraus, dass zwar die erwachsenen Fische am Boden leben, ihre Larven aber des Nachts an die Wasseroberfläche aufsteigen. Vermutlich folgen sie ihrer Nahrung, dem Plankton, sagen die Forscher. Eine weitere Ausbreitung des Fisches könne begrenzt werden, wenn Schiffe in den betreffenden Gebieten ihr Ballastwasser nur tagsüber aufnehmen würden. (ScienceNow)

Jahrestag: Heute vor 185 Jahren stellte der Sprachwissenschaftler Jean-François Champollion in Paris seine Erkenntnisse über die Bedeutung der ägyptischen Hieroglyphen vor. Wie die Zeichen zu lesen sind, entschlüsselte er mit Hilfe des Steins von Rosette. (Wikipedia)

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