Mit Wasserbomben gegen Waldbrände
Montag, 17. September 2007, 10:30 • Rubrik Technik, Vermischtes.
Zur Bekämpfung von Waldbränden werden heute häufig spezielle Löschflugzeuge eingesetzt, die Wassertanks über den Flammen entleeren. Diese Aufgabe könnten auch herkömmliche Transportmaschinen übernehmen, sagt ein US-amerikanischer Holz- und Papierproduzent. Die Firma hat eine 900-Kilo-”Wasserbombe” entwickelt, die über Brandgebieten abgeworfen werden könnte.
Waldbrand. Foto: Steve Lovegrove /Fotolia.com
Das Unternehmen Weyerhaeuser setzt auf PVC-Säcke mit 1,2 Meter Durchmesser, die rund 900 Kilogramm Wasser oder feuerhemmende Chemikalien aufnehmen können. Die Säcke stecken in Paketen, deren Deckel sich nach dem Abwurf aus Transportflugzeugen in Fallschirme verwandeln. Per Reißleine öffnet sich das Paket automatisch; es gibt die Wasserbombe frei, sobald es sich seinem Ziel bis auf 70 Meter Höhe genähert hat.
Die Wasserbomben wären in Gruppen abgeworfen so wirkungsvoll wie herkömmliche Löschflugzeuge, glauben die Entwickler. Gegenüber dem Magazin “New Scientist” rechnete Weyerhaeuser vor, dass etwa ein Transportflugzeug vom Typ C-130 Hercules – ein von Lockheed entwickelter weit verbreiteter Militärtransporter – pro Einsatz 16 Pakete abwerfen könnte. Größere Transporter schafften auch rund das Doppelte. Die Wasserbomben könnten immer dann eingesetzt werden, wenn Großfeuer außer Kontrolle zu geraten drohten.
WWW:
Weyerhaeuser Company
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