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Kurzmeldungen am Montag, 17.9.07

Montag, 17. September 2007, 12:09 • Rubrik Nachrichten.

Pfuhlschnepfe Heute in aller Kürze: Rekordflug unter Wasservögeln – eine Pfuhlschnepfe flog 11.500 Kilometer nonstop. Bauwerksicherheit – Berliner Forscher sagen Brückenbruch voraus. Rekordverlust – im Irak zerstören Plünderer und Soldaten die letzten Überreste antiker Stätten.

Pfuhlschnepfe. Foto: Ryszard Laskowski /Dreamstime.com

Eine Pfuhlschnepfe legte den bisher weitesten nachweisbaren Nonstop-Flug unter Vögeln zurück: Sie flog 11.500 Kilometer von Alaska zum Brüten nach Neuseeland innerhalb von neun Tagen, umgerechnet rund 56 Kilometer pro Stunde. Biologen hatten bisher vermutet, die rund 70.000 Schnepfen Alaskas flögen die Strecke jeden September entlang der Küsten Ostasiens. Doch 16 mit Sendern ausgerüstete Tiere zeigten jetzt, dass die Vögel den direkten Weg über den Pazifik nehmen. Erst für die Rückreise im März wählen die Vögel eine Route, die ihnen nach 10.200 Kilometern einen Zwischenstopp in Feuchtgebieten an der Grenze zwischen Nordkorea und China erlaubt. (National Geographic)

Wenn Brücken baufällig werden, sollen sie künftig selbst vor ihrem Einsturz warnen. Dazu setzen Forscher der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) auf ein funkbasiertes, selbstorganisierendes Messsystem. Es besteht aus einer Reihe von Sensoren, die sowohl Sender als auch Empfänger sind. Über Dehnungsmessstreifen analysieren sie die Spannung in Bauwerken und schlagen Alarm, wenn bestimmte Grenzwerte überschritten werden. Das Konzept wird zur Zeit mit einer Berliner Firma marktreif entwickelt. (BAM)

Dem Irak gehen die Zeugnisse seiner Geschichte verloren. Alle rund 840 Stätten, die von der Sumerischen Kultur erzählen, seien mittlerweile geplündert, berichtet die libanesische Archäologin Joanne Farchakh. Viele der bis zu 4.000 Jahre alten Stätten seien zudem durch Militärs beschädigt worden. Dies gelte auch für so zentrale antike Orte wie Babylon, die eigentlich durch US-amerikanische Stützpunkte geschützt werden sollten. Das Anlegen von Schützengräben und militärischen Einrichtungen habe dort erhebliche Schäden verursacht. (The Independent)

Jahrestag: Heute vor 218 Jahren entdeckte der Astronom William Herschel jenen Saturnmond, der 1847 auf Vorschlag seines Sohnes John Herschel, ebenfalls Astronom, auf den Namen “Mimas” getauft wurde. (Wikipedia)


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