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Kurzmeldungen am Montag, 10.9.07

Montag, 10. September 2007, 13:27 • Rubrik Nachrichten.

Solarflieger Zephyr Heute in aller Kürze: Der britische Solarflieger Zephir hat einen Weltrekord aufgestellt. Spucke hat die menschliche Evolution beschleunigt. Und ein Tunnel hat Bewohner des antiken Jerusalem vor den Römern gerettet.

Der Solarflieger Zephir beim Start. Foto: QinetiQ

Der britische Solarflieger Zephir war nonstop 54 Stunden in der Luft und hat damit einen neuen Weltrekord im unbemannten Fliegen aufgestellt. Das Fluggerät aus Karbonfasern besitzt eine Spannweite von 18 Metern, wiegt gerade mal 30 Kilogramm und fliegt in bis zu 18 Kilometern Höhe. Seine papierdünnen Solarzellen sammeln tagsüber genug Energie, um den Propeller auch des Nachts anzutreiben. Die Entwicklung des Zephirs wird nach Angaben des Herstellers QinetiQ vom britischen Verteidigungsministerium finanziert. Der Leichtflieger könnte u.a. zur Erdbeobachtung oder als Alternative zu Kommunikationssatelliten eingesetzt werden. Der bisherige Rekord im unbemannten Fliegen aus dem Jahr 2001 lag bei 30 Stunden und 24 Minuten. (QinetiQ)

Unser Speichel könnte ein wichtiger evolutionärer Vorteil gegenüber Primaten gewesen sein, glauben US-amerikanische Forscher. Sie ermittelten, dass das menschliche Erbgut im Vergleich zum Schimpansen mehr Exemplare eines speziellen Gens besitzt, welches für ein Stärke zerlegendes Enzym im Speichel verantwortlich ist. Die Fähigkeit, stärkehaltige Nahrung besser zu verdauen, habe unseren Urahnen das Überleben erleichtert. Genetische Unterschiede seien auch innerhalb der Menschheit nachweisbar, so die Forscher – je nachdem, wie stärkehaltig die Ernährung innerhalb einer Kultur ausfalle. (News@Nature)

Ein Fluchttunnel aus dem belagerten Jerusalem dürfte in der Zeit des Jüdischen Krieges (66 bis 73 n.Chr.) vielen Bewohnern das Leben gerettet haben. Israelische Archäologen konnten jetzt die ersten 100 Meter des vor zwei Wochen entdeckten Tunnels freilegen, der vermutlich zu einem antiken Kanalsystem gehörte. Die Anlage wird von bis zu drei Meter hohen Steinen gestützt und ist in gutem Zustand. Die Forscher fanden u.a. Scherben und Münzen, welche die Datierung des Tunnels erlauben. Unbekannt ist, wie vielen Bewohnern die Flucht gelang; Jerusalem hatte zur Zeit des Jüdischen Krieges Zehntausende Bewohner. (International Herald Tribune)


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